Wer steht zur Wahl?

19.2.2016 | Von:
Prof. Dr. Uwe Wagschal

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Logo der Partei Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) Baden-WürtembergGründungsjahr Landesverband
1971*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
67.286*
Landesvorsitz
Thomas Strobl*
Wahlergebnis 2011
39,0 %
*nach Angaben der Partei
Seit der Gründung Baden-Württembergs 1952 ging die "Christlich Demokratische Union Deutschlands" (CDU) aus allen Landtagswahlen als stärkste Partei hervor. Zwischen Oktober 1953 und Mai 2011 stellte sie zudem stets den Ministerpräsidenten des Landes. Bei der letzten Landtagswahl 2011 erzielte die Partei im ländlichen Raum ihre besten Ergebnisse, während sie in den meisten Großstädten unterdurchschnittlich abschnitt. Programmatisch kann sie als christlich-konservative Partei verortet werden, die in Baden-Württemberg den Charakter einer Volkspartei hat. Aufgrund der langandauernden Stellung als führende Regierungspartei kann der CDU Baden-Württemberg ein für das Land prägenden Charakter zugeschrieben werden.

Das Wahlprogramm der Partei sieht im Bereich der Innenpolitik vor, 1500 neue Stellen für Polizeibeamte schaffen und einen ehrenamtlichen Polizeidienst wiedereinzuführen. Zudem lehnt die CDU eine individuelle Kennzeichnung für Polizisten ab. In der Finanz- und Wirtschaftspolitik soll bei einem Wahlerfolg das Verschuldungsverbot wieder in die Landeshaushaltsordnung aufgenommen und die Zusammenlegung von Finanz- und Wirtschaftsministerium rückgängig gemacht werden. Den Straßenbau möchte die Partei durch Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro fördern. In der Bildungspolitik sind eine Stärkung der Realschulen sowie ein erleichterter Übergang auf die beruflichen Gymnasien geplant.

Wahlbereiche BaWüDie CDU tritt in 70 von 70 Wahlkreisen mit einem Wahlvorschlag an. Eine Übersicht über alle zugelassenen Wahlvorschläge finden Sie bei der Landeswahlleiterin. Lizenz: cc by-sa/3.0/de (Lencer/bpb)
Die CDU schlägt die Einführung eines "Familiengelds Baden-Württemberg" vor, das als Ersatz des vom Bundesverfassungsgericht gekippten Betreuungsgeldes dienen soll. In der Flüchtlings- und Integrationspolitik soll das Integrationsministerium aufgelöst und die Zuständigkeiten in das Innenministerium verlagert werden. Zudem soll eine konsequente und schnellere Abschiebung bei abgelehnten Asylanträgen ermöglicht werden.

Hinsichtlich einer potentiellen Regierungsbildung zeigte sich Guido Wolf, der durch eine Mitgliederbefragung zum Spitzenkandidat bestimmt wurde, offen gegenüber möglichen Koalitionen mit FDP, SPD und Grünen. Eine Koalition mit der Alternative für Deutschland wird hingegen ausgeschlossen.


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