Wer steht zur Wahl?

19.2.2016 | Von:
Prof. Dr. Uwe Wagschal

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Logo der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) Baden-WürttembergGründungsjahr Landesverband
1952*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
35.000*
Landesvorsitz
Nils Schmid*
Wahlergebnis 2011
23,1 %
*nach Angaben der Partei
Wie das Land Baden-Württemberg wurde auch der Landesverband der "Sozialdemokratischen Partei Deutschlands" (SPD) im Jahr 1952 gegründet – aufbauend auf den Bezirksverbänden der drei Vorläuferländer (Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern). Die SPD war wiederholt in verschiedenen Koalitionskonstellationen an der Regierung beteiligt (1952-1960, 1966-1972, 1992-1996). Aktuell bildet sie seit 2011 mit den GRÜNEN die Landesregierung. Die SPD zählt im Land die zweitmeisten Mitglieder. Bei sämtlichen Landtagswahlen seit 1952 war die SPD hinter der CDU auch die zweitstärkste Partei, bevor sie im Jahr 2011 erstmals von den GRÜNEN überholt wurde. In der amtierenden Landesregierung leitet die SPD sieben Ministerien. Mit dem Integrationsministerium wurde 2011 deutschlandweit das erste eigenständige Ministerium mit einem solchen Zuschnitt gebildet und mit einer SPD-Ministerin besetzt.

In ihrem aktuellen Wahlprogramm für die Landtagswahl betont die SPD im Bereich der Wirtschaftspolitik und des Arbeitsmarktes besonders den Mindestlohn und seine Gültigkeit für alle Beschäftigten. Ferner möchte die SPD die Gleichstellung von Mann und Frau verbessern. Eine Maßnahme hierfür ist die Schaffung von sogenannten Chancengleichheitsbeauftragten in allen Stadt- und Landkreisen sowie Städten ab 50.000 Einwohnern. Im Bereich der Finanzpolitik möchte die SPD ab 2019 die Schulden im Land abbauen. Ferner möchte die SPD weitere Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung schaffen.

Wahlbereiche BaWüDie SPD tritt in 70 von 70 Wahlkreisen mit einem Wahlvorschlag an. Eine Übersicht über alle zugelassenen Wahlvorschläge finden Sie bei der Landeswahlleiterin. (Lencer/bpb) Lizenz: cc by-sa/3.0/de
In der Bildungspolitik sollen die frühkindliche Bildung und flächendeckende Ganztagsangebote weiter ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2023 wird angestrebt, dass 70 Prozent der Grundschulen zu Ganztagsschulen werden. Eine Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) wird dagegen abgelehnt. In der Familien- und Sozialpolitik beabsichtigt die SPD, die Beitragsfreiheit für die Kindergärten und Kindertagesstätten im Land einzuführen. Forderungen der SPD in der Flüchtlingspolitik sind etwa die Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge. Außerdem soll Asylsuchenden und Flüchtlingen der Einstieg in zum Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Die Koalitionsaussage der SPD ist eindeutig: Der Spitzenkandidat Dr. Nils Schmid möchte die Zusammenarbeit mit den Grünen fortführen und lehnt eine mögliche Koalition mit der CDU ab.


Wahl-O-Mat Baden-Württemberg 2016

Fakten zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2016

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016.

Mehr lesen

Wahl-O-Mat Baden-Württemberg 2016

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2016

Am 13. März 2016 wurde in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Laut dem amtlichen Endergebnis erhielten die Grünen 30,3 Prozent, die CDU 27,0 Prozent und die AfD 15,1 Prozent. Die SPD erreichte 12,7 Prozent und die FDP 8,3 Prozent. Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Baden-Württemberg wurde 1.856.375 Mal genutzt.

Mehr lesen