Wer steht zur Wahl?

19.2.2016 | Von:
Prof. Dr. Uwe Wagschal

DIE REPUBLIKANER (REP)

Logo der Partei Die REPUBLIKANER Baden-WürttembergGründungsjahr Landesverband
1986*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
1.100*
Landesvorsitz
Ulrich Deuschle*
Wahlergebnis 2011
1,1 %
*nach Angaben der Partei
"DIE REPUBLIKANER" (REP) wurden 1983 von den beiden ehemaligen CSU-Mitgliedern Ekkehard Voigt und Franz Handlos sowie dem Fernsehmoderator Franz Schönhuber gegründet. In den Folgejahren radikalisierte sich die Partei, so dass sie in der Literatur als rechtspopulistische bzw. als rechtsextremistische Partei bezeichnet wurde. Zu Beginn der 2000er-Jahre wiederum fand eine programmatische Neuausrichtung statt, die als Mäßigung verstanden werden kann. So wurden im Parteiprogramm von 2002 nicht mehr alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme auf die Zuwanderung zurückgeführt. Ihre größten Erfolge verzeichnete die REP bei den Landtagswahl 1992 und 1996 in Baden-Württemberg, als es ihnen zweimal gelang in den Landtag einzuziehen. Aktuell verfolgt die REP ein eher konservatives Programm, wobei jedoch auch rechtspopulistische Forderungen in der Asylpolitik nicht zu übersehen sind.

Wahlbereiche BaWü Die REP tritt in 70 von 70 Wahlkreisen mit einem Wahlvorschlag an. Eine Übersicht über alle zugelassenen Wahlvorschläge finden Sie bei der Landeswahlleiterin. (Lencer/bpb) Lizenz: cc by-sa/3.0/de
Die Forderungen der REP für die Landtagswahl sind etwa ein Landesbetreuungsgeld, welches das das vom Bundesverfassungsgericht gekippte Betreuungsgeld des Bundes ersetzen soll. Zudem soll dieses Landesbetreuungsgeld aufgestockt und zu einem Erziehungsgehalt erweitert werden. In der Finanzpolitik werden der Länderfinanzausgleich und europäische Finanzhilfen von der Partei abgelehnt.

Die REP fordert in der Asylpolitik eine Verschärfung der Asylgesetzgebung und die Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Deutschland. Zudem sollen straffällig gewordene Asylbewerber und Ausländer abgeschoben werden. Die Bildungspolitik der grün-roten Landesregierung wird abgelehnt, insbesondere soll der Bildungsplan zurückgenommen werden. Ein Sexualkundeunterricht in der Grundschule ("Frühsexualisierung") wird abgelehnt. Daneben werden auch Tierversuche, außer für medizinische Zwecke, und die Massentierhaltung abgelehnt.


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