Wer steht zur Wahl?

19.2.2016 | Von:
Prof. Dr. Uwe Wagschal

Bündnis C - Christen für Deutschland (Bündnis C)

Logo der Partei Bündnis C – Christen für Deutschland (Bündnis C) Baden-WürttembergGründungsjahr Landesverband
2015*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
800*
Landesvorsitz
Jürgen Graalfs*
Wahlergebnis 2011
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Das "Bündnis C - Christen für Deutschland – AUF&PBC" (Bündnis C) wurde im Jahr 2015 durch eine Fusion der "Partei Bibeltreuer Christen" (PBC) mit der Partei "Partei für Arbeit, Umwelt und Familie – Christen für Deutschland" (AUF) gegründet. Der Landesverband der Partei in Baden-Württemberg wurde im Juli 2015 gegründet. Da das Bündnis noch sehr jung ist, gibt es bislang keine wissenschaftlichen Veröffentlichungen über diese Partei. Anhand ihrer Programmatik und der ihrer Vorgängerpartei PBC kann Bündnis C aber als christlich-fundamentalistisch eingestuft werden. Die PBC wurde 1989 mit dem Ziel gegründet, als bekennende Christen politischen Einfluss zu nehmen. Ein zentrales Thema war dabei das Abtreibungsrecht. Dieses Thema ist auch ein Kernanliegen der Nachfolgepartei. Hinzu kommen unter anderem Forderungen aus der Familienpolitik und der Sozialpolitik. Programmatisch befürwortet die Partei die Förderung der traditionellen Familie. Zudem fordert sie, das 1969 aufgehobene allgemeine Pornografieverbot wieder einzuführen.

Wahlbereiche BaWü Bündnis CBündnis C tritt in 1 von 70 Wahlkreisen mit einem Wahlvorschlag an. Eine Übersicht über alle zugelassenen Wahlvorschläge finden Sie bei der Landeswahlleiterin. Lizenz: cc by-sa/3.0/de (Lencer/bpb)
Besonders im Mittelpunkt des Programms des Bündnis C steht das Verbot von Abtreibungen. Zudem soll der Bildungsplan der Landesregierung in Schulen und Kindergärten, insbesondere der Sexualkundeunterricht in der Grundschule, zurückgenommen werden. Eine weitere Forderung ist die finanzielle Gleichstellung der Kinderbetreuung zu Hause und in Kindergärten. Deswegen wird ein Landeserziehungsgeld gefordert. Weiter sollen strukturschwache ländliche Regionen gefördert werden, etwa durch bessere Anreize für die Landwirtschaft und dörfliche Infrastruktur. Ferner wird ein stärkeres Engagement des Landes gegen Zwangsprostitution gefordert. Die Personalausstattung der Polizei soll verbessert werden. Die Integrationsangebote für Flüchtlinge sollen verbessert werden. Der Schutz des Sonntags als arbeitsfreier Tag soll gewahrt bleiben.


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