Wer steht zur Wahl?

19.2.2016 | Von:
Prof. Dr. Uwe Wagschal

Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA)

Logo der Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA)Gründungsjahr Landesverband
2015*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
450*
Landesvorsitz
Bernd Kölmel*
Wahlergebnis 2011
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (ALFA) entstand im Jahr 2015 als Resultat eines Richtungsstreits innerhalb der "Alternative für Deutschland" (AfD).

Nach dem verlorenen Machtkampf um die inhaltliche Ausrichtung der AfD trat der abgewählte Parteivorsitzende Bernd Lucke aus der Partei aus und gründete die Partei ALFA. Zahlreiche Mandatsträger der AfD haben dann ebenfalls diesen Parteiwechsel vollzogen, sodass die Partei in mehreren Parlamenten vertreten ist. Im August 2015 wurde der baden-württembergische Landesverband der ALFA gegründet. Programmatisch gibt es zwischen der AfD und der ALFA inhaltliche Überschneidungen. Die Partei kann als konservativ und betont wirtschaftsliberal eingeordnet werden. Gleichzeitig legt sie Wert auf einen starken Nationalstaat. Spitzenkandidat für die Landtagswahl ist der stellvertretende Bundesvorsitzenden Bernd Kölmel, der auch Mitglied des Europäischen Parlaments ist.

Wahlbereiche BaWü Die ALFA tritt in 70 von 70 Wahlkreisen mit einem Wahlvorschlag an. Eine Übersicht über alle zugelassenen Wahlvorschläge finden Sie bei der Landeswahlleiterin. (Lencer/bpb) Lizenz: cc by-sa/3.0/de
Im Wahlprogram der ALFA finden sich besonders Aussagen zur Innen- und Wirtschaftspolitik. So wird eine stärkere Polizeipräsenz im öffentlichen Raum gefordert. Bei ausländischen Wiederholungsstraftätern soll geprüft werden, ob deren Aufenthaltserlaubnis bestehen bleiben kann oder sie ausgewiesen werden können. Direktdemokratische Instrumente sollen ausgebaut werden; dazu sollen Volksbegehren und –entscheide auch auf Bundesebene eingeführt werden. In der Wirtschaftspolitik soll ein Bürokratieabbau stattfinden. Es wird ein Stopp der Subventionen für Solar- und Windanlagen gefordert. Daneben soll das Land Stipendien für Mediziner einführen, die sich verpflichten, im ländlichen Raum tätig zu werden. Kindergärten sollen gebührenfrei sein. Die verbindliche Schulempfehlung nach Ende der Grundschule soll wieder eingeführt werden. Die ALFA spricht sich gegen „Gender Studies“-Professuren an den Hochschulen aus, die sie als ideologisch begründete "Modeprofessuren" verstehen. Darüber hinaus fordert die Partei die Beschleunigung von Asylverfahren sowie die schnellere Abschiebung abgelehnter Asylbewerber.


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