Wer steht zur Wahl?

19.2.2016 | Von:
Prof. Dr. Uwe Wagschal

Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz)

Logo der Partei Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz)Gründungsjahr Landesverband
2015*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
75*
Landesvorsitz
Thomas Mosmann*
Wahlergebnis 2011
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz" (Tierschutzallianz) wurde im November 2013 gegründet. Ihr Hauptziel ist die Durchsetzung effektiver Maßnahmen zum Schutz von Tieren und Umwelt. So sollen beispielsweise Tierversuche verboten werden, Tierheime von den Kommunen umfassender gefördert werden und die Haltung von Wildtieren in Zirkussen verboten werden.

Die Bildungspolitik der Länder soll nach dem Willen der Tierschutzallianz einheitlicher werden; außerdem sollen Umwelt- und Tierschutz in den Schulunterricht integriert werden. Auch wird eine bedingungslose Grundsicherung gefordert. Ebenso ist die Partei für ein Ver-bot von Schusswaffen für Privatpersonen. Darüber hinaus soll das Strafrecht hinsichtlich Natur- und Tierschutz verschärft werden. Der Landesverband Baden-Württemberg wurde im März 2015 gegründet.

Wahlbereiche BaWü TierschutzallianzDie Tierschutzallianz tritt in 1 von 70 Wahlkreisen mit einem Wahlvorschlag an. Eine Übersicht über alle zugelassenen Wahlvorschläge finden Sie bei der Landeswahlleiterin. Lizenz: cc by-sa/3.0/de (Lencer/bpb)
Programmatisch stehen Fragen des Tier- und Umweltschutzes im Mittelpunkt eines vor der Wahl aufgestellten 10-Punkte-Programms. Unter anderem wird die Ausweitung der finanziellen Unterstützung von Tierheimen gefordert. Die Hundesteuer soll zweckgebunden eingesetzt werden, z.B. für die Einrichtung von Auslaufflächen für Hunde. Tierversuche sollen verboten werden. Öffentlicher Plätze sollen Zirkussen mit Tierdressur nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Gentechnik und industrielle Massentierhaltung wird abgelehnt. Dagegen soll ökologische Landwirtschaft gefördert werden.

Weitere politische Forderungen sind die Absenkung der Sperrklausel bei Landtagswahlen auf drei Prozent und eine Absenkung der Hürden für Bürgerbegehren und Volksentscheide. Cannabis soll legalisiert werden. Homo-, Trans- und Intersexuelle sollen rechtlich gleichge-stellt werden. Zudem spricht sich die Partei für eine menschenwürdige Behandlung von Migranten aus.


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