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Wer steht zur Wahl?

20.9.2018 | Von:
Prof. Dr. Franz Kohout

Sozialdemokratische Partei Deutschlands

SPD

SPD Bayern (Logo)Gründungsjahr Landesverband
1892*
Mitgliederzahl in Bayern
60.000*
Landesvorsitz
Natascha Kohnen*
Wahlergebnis 2013
20,6 Prozent
*nach Angaben der Partei
Die "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" (SPD) formierte sich 1892 auch in Bayern und zog ein Jahr später in den Landtag ein. An mehreren Staatsregierungen im ersten Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg war die SPD beteiligt. Wilhelm Hoegner, SPD-Minister und von 1945 bis 1946 sowie 1954 bis 1957 einziger Nicht-CSU-Ministerpräsident nach dem Zweiten Weltkrieg, wirkte auch maßgeblich an der ersten demokratischen Verfassung Bayerns mit.

Seitdem steckt die SPD jedoch in der Oppositionsrolle gegenüber einer dominanten CSU fest. Die SPD hatte nach dem Zweiten Weltkrieg im damaligen Agrarland Bayern strukturelle Schwierigkeiten, ein größeres Wählerpotential auszuschöpfen. Mit dem Godesberger Programm von 1959 bekannte sich die SPD bundesweit zur Sozialen Marktwirtschaft und verabschiedete sich damit von ihren marxistischen Wurzeln. 1966 errang die SPD ihr bestes Ergebnis in Bayern: 35,8 Prozent. Seit 2003 bewegen sich ihre Wahlergebnisse bei den Landtagswahlen in Bayern jedoch um die 20-Prozent-Marke.

Bezirke Landtagswahl Bayern 2018Die SPD tritt in ganz Bayern zur Wahl an. PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de
Mit dem Slogan "Zukunft im Kopf – und Bayern im Herzen!“ setzt die bayerische SPD zur Landtagswahl 2018 besonders auf soziale Gerechtigkeit. Die Partei argumentiert, dass "in Bayern nicht nur alle den Erfolg erarbeiten, sondern auch alle etwas davon haben“ sollen. Die SPD fordert deshalb die Eindämmung prekärer und unsicherer Beschäftigungsverhältnisse, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums sowie bessere, kostenfreie Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Zudem setzt sich die SPD für mehr Chancengleichheit im Bildungsbereich und für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ein. Bei allen Vorhaben spricht sich die SPD gegen die Verteilung öffentlicher Mittel "nach dem Gießkannenprinzip“ aus.

Die SPD plädiert für Weltoffenheit und Toleranz, für eine Integrationspolitik der "fairen Chancen und klarer Regeln“ und eine schnelle Einbindung von Asylbewerberinnen und -bewerbern in den Arbeitsmarkt. Beim Integrationsprozess setzt die SPD insbesondere auf die Förderung von Frauen. Um Mehrausgaben der Kommunen für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen zu ermöglichen, sollen die Kommunen hierfür "unbürokratische und dauerhafte Fördermittel“ erhalten.

SPD-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl in Bayern ist Natascha Kohnen.


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