Wer steht zur Wahl?

CDU

Christlich Demokratische Union Deutschlands

26.8.2011
Die Christlich Demokratische Union (CDU) ist eine bürgerliche Volkspartei und vereint liberale, konservative und christlich-soziale Strömungen. Schwerpunkte ihres Berlin-Programms sind Sicherheit, Wirtschaft und Bildung.

Logo der CDU
Gründungsjahr Landesverband
1945*

Mitgliederzahl in Berlin
12.700*

Landesvorsitz
Frank Henkel*

Wahlergebnis 2006
21,3 Prozent

*nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin

Auf Bundesebene war das Verhältnis der "Christlich-Demokratischen Union Deutschlands" (CDU) und der SPD bis Mitte der Neunzigerjahre von einer Asymmetrie zugunsten der Union geprägt, die sich seit der letzten Bundestagswahl erneut herauszubilden scheint. In Berlin dagegen war die CDU von 1946 an fast drei Jahrzehnte lang nur die Nummer zwei, konnte dann jedoch für ein Vierteljahrhundert stärkste Partei werden. Erst 2001 musste sie diese Rolle wegen ihres durch einen Banken- und Spendenskandal bedingten Absturzes wieder an die SPD abgeben. Durch das Erstarken der GRÜNEN muss sie diesmal sogar befürchten, erstmals auf Platz drei abzurutschen.

Zur Info

Steht zur Wahl ...

... in ganz Berlin. Mehr Informationen finden Sie bei der Landeswahlleiterin für Berlin:»wahlen-berlin.de«.

Programmatisch stützt sich die CDU auf liberale, konservative und christlich-soziale Wertvorstellungen, die im Zeitverlauf unterschiedlich gewichtet wurden. Die Betonung marktliberaler Positionen ab 2003 wurde für das schwache Abschneiden bei der Bundestagswahl 2005 mitverantwortlich gemacht und daher von einer erneuten Hinwendung zum Sozialen abgelöst. In der Gesellschaftspolitik führte die Modernisierungsstrategie unter Angela Merkel zum Vorwurf, sich vom wertkonservativen Teil der Stammwähler zu entfernen.

Das im internetgestützten Bürgerdialog entwickelte Berliner Wahlprogramm soll Antworten auf die 100 drängendsten Probleme Berlins geben. Schwerpunkte sind eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber Gewalt und Verwahrlosung, die Schaffung einer "Willkommenskultur" für Investitionen und moderne Wachstumsbranchen, ein klares Bekenntnis zum Gymnasium als Schulform und eine Integrationspolitik, die Integration als "eine Aufgabe für beide Seiten" sieht.