Wer steht zur Wahl?

DIE LINKE

DIE LINKE

26.8.2011
Die Partei DIE LINKE steht in der Nachfolge der DDR-Staatspartei SED. Als PDS zog sie 1990 ins Abgeordnetenhaus ein und regiert Berlin seit 2001 als Koalitionspartner der SPD. Motto des Landesverbands ist "Das soziale Berlin".

Logo von DIE LINKE
Gründungsjahr Landesverband
1990*

Mitgliederzahl in Berlin
8.800*

Landesvorsitz
Dr. Klaus Lederer*

Wahlergebnis 2006
13,4 Prozent

*nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin

Die Partei "DIE LINKE" (DIE LINKE) steht in der Nachfolge der DDR-Staatspartei SED. Unter dem Namen PDS konnte sie dank ihrer Verankerung in Ost-Berlin schon 1990 in das Abgeordnetenhaus einziehen. Sie entwickelte sich in Ost-Berlin schnell zur stärksten Partei und wurde 2001 als Juniorpartner der SPD zur Regierungspartei. Der den Erwartungen eines Großteils ihrer Klientel zuwiderlaufende rigide Sparkurs des Senats und eine Reihe von anderen Gründen bescherte der Partei zwar 2006 eine drastische Niederlage, doch wurde die rot-rote Koalition fortgesetzt. Eine Wiederauflage nach der Wahl 2011 - nun mit der 2007 aus der Fusion der PDS mit der WASG hervorgegangenen "DIE LINKE" - erscheint nach aktuellen Aussagen der SPD und den momentanen Kräfteverhältnissen aber unwahrscheinlich.

Zur Info

Steht zur Wahl ...

... in ganz Berlin. Mehr Informationen finden Sie bei der Landeswahlleiterin für Berlin:»wahlen-berlin.de«.

Die Linke bekennt sich zwar zur Demokratie, jedoch liegen laut Verfassungsschutzbericht des Bundes 2010 "zahlreiche Anhaltspunkte für linksextremistische Bestrebungen in der Partei" vor. Sie fordert eine grundlegende Veränderung des Finanz- und Wirtschaftssystems mit der Verstaatlichung des Banken- und Energiesektors und einer steuer- und sozialpolitischen Umverteilung von oben nach unten. Außenpolitisch lehnt sie "Auslandskriegseinsätze der Bundeswehr" ab und fordert die Auflösung der NATO.

Der parteiintern als pragmatisch geltende Berliner Landesverband setzt sich unter dem Motto "Das soziale Berlin" für den Erhalt des öffentlich geförderten Beschäftigungssektors, die Rekommunalisierung von Versorgungsbetrieben sowie die Ausweitung des kommunalen Wohnungsbaus ein und will 150.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Bildungspolitisch soll die Gemeinschaftsschule als Regelschulform etabliert und für ausreichende Kita-Plätze gesorgt werden.