APPD
Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands
Gründungsjahr Landesverband
Wiedergründung 2005*
Mitgliederzahl in Berlin
ja*
Landesvorsitz
Gerhard Huck, Philipp Schmidt, Christo Großmann*
Wahlergebnis 2006
0,3 Prozent
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin
Die 1981 aus der Punkszene Hannovers hervorgegangene "Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands" (APPD) etablierte sich 1983 bundesweit und gründete sich 1994 sowie 2000 neu. Ende 2005 spaltete sich nach internen Streitigkeiten über die Frage nach einer ernstzunehmenderen politischen Ausrichtung die "Pogoanarchistische Pogo-Partei" von ihr ab. Die APPD nahm seit 1997 an einigen Wahlen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene teil. In Berlin erhielt sie 2001 bei der Abgeordnetenhauswahl 186 Erststimmen, rechnerisch abgerundet 0,0 Prozent, 2006 erreichte sie 3.476 (0,3 Prozent) der Zweitstimmen.
Steht zur Wahl ...
... mit einer Bezirksliste in Friedrichshain-Kreuzberg. Mehr Informationen finden Sie bei der Landeswahlleiterin für Berlin:»wahlen-berlin.de«.
Die APPD versteht sich laut ihrem Bundesprogramm als "Partei des Pöbels und der Sozialschmarotzer" und tritt für Frieden, Freiheit und Abenteuer ein. Sie sieht ihre Organisation als Zentrum von Bestechlichkeit und Bereicherung und fordert die totale Rückverdummung der Menschheit, die lustvolle Umgestaltung der Gesellschaft und die Balkanisierung Deutschlands, um für jede der drei "Pogo-Rassen" einen artgerechten Lebensraum zu schaffen.
Auch Berlin soll "balkanisiert", d.h. in eine Sichere-Beschäftigungs-Zone, eine Asoziale-Parasiten-Zone und einen eingezäunten, auch als Touristenattraktion dienenden Gewalt-Erlebnis-Park aufgeteilt werden. Unter dem Motto "MEHR! für Berlin" werden im "überdachten Konzept" u.a. mehr Nachschub, mehr Zoo, mehr Kundenorientierung, mehr Rausch, mehr Geld, mehr Bildung, mehr Gesundheit und mehr und besserer Sex gefordert. So will die APPD Berlin insgesamt einen "Hauch gemütlicher Pogo-Anarchie" verschaffen, wobei manche der konkreten Forderungen des "überdachten Konzepts" für Berlin auch einen Hauch ernstzunehmender politischer Positionen enthalten.

