ödp
Ökologisch-Demokratische Partei
Gründungsjahr Landesverband
ca. 1978*
Mitgliederzahl in Berlin
80*
Landesvorsitz
Prof. Dr. Klaus Buchner*
Wahlergebnis 2006
0,1 Prozent
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin
Die 1982 als Nachfolgeorganisation der "Grünen Aktion Zukunft" (GAZ) des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Herbert Gruhl gegründete "Ökologisch-Demokratische Partei" (ödp) hat seither - bis auf 2005 - an allen Bundestagswahlen und in etwa zwei Dritteln der Bundesländer an Landtagswahlen teilgenommen. Ihr Wählerschwerpunkt liegt in Baden-Württemberg und Bayern, wo sie 1-2 Prozent erzielt. In Berlin lag sie bislang immer unter 1 Prozent der Stimmen.
Steht zur Wahl ...
... in ganz Berlin. Mehr Informationen finden Sie bei der Landeswahlleiterin für Berlin:»wahlen-berlin.de«.
Die ödp-Vorgängerin GAZ wirkte am Gründungsprozess der GRÜNEN mit, konnte sich dort aber mit ihrer bürgerlich-wertkonservativen "Lebensschutz"-Konzeption nicht durchsetzen. Unter dem Motto "Weniger ist mehr" setzt sich die ödp für eine ökologisch-soziale, ressourcenschonende, dezentral organisierte Marktwirtschaft ein, die statt der Arbeitskraft den Energie- und Rohstoffverbrauch besteuert und eine Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer verwirklicht. Zudem fordert sie den Ausbau demokratischer Rechte durch mehr direktdemokratische Verfahren auf Bundesebene und eine Herabsetzung des Wahlalters auf 14 Jahre.
Die ödp möchte Berlin "bürgerfreundlicher, sozialer und noch liebenswerter" gestalten. Konkrete Forderungen beziehen sich auf die Verkehrspolitik, wie etwa die Neuausschreibung der S-Bahn und den Ausbau des Radwegenetzes. Die Partei ist gegen eine Verlängerung der A 100. Die Versorgungsbetriebe gehören für die ödp in öffentliche Hand. Zudem setzt sich die ödp für den Erhalt der Grünflächen und Kleingärten ein. Ein Schwerpunkt ihres Wahlprogramms liegt auch in der Bildungspolitik. Dort sollen die Grundsätze "gleiche Bildungschancen für alle", "nachhaltige Investitionen in Schulen und Hochschulen" sowie "Dialog mit den Betroffenen" gelten.

