Wer steht zur Wahl?

pro Deutschland

Bürgerbewegung pro Deutschland

26.8.2011
Für die Bürgerbewegung pro Deutschland treten ehemalige Funktionäre der rechtsextremen Parteien DVU und REP an. Die rechtspopulistische Partei setzt auf Anti-Islamismus als zentrale Botschaft.

Logo von pro Deutschland
Gründungsjahr Landesverband
2010*

Mitgliederzahl in Berlin
450*

Landesvorsitz
Lars Seidensticker*

Wahlergebnis 2006
-

*nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin

Die "Bürgerbewegung pro Deutschland" (pro Deutschland) wurde Anfang 2005 vor allem von Mitgliedern der "Bürgerbewegung pro Köln" gegründet, der 2004 bei den Kommunalwahlen in Köln ein unerwarteter Wahlerfolg gelungen war. Der Berliner Landesverband von "pro Deutschland", der sich auch "pro Berlin" nennt, sind u. a. ehemalige Mitglieder und Funktionäre der rechtsextremen DVU und der Republikaner aktiv und kandidieren für das Abgeordnetenhaus.

Zur Info

Steht zur Wahl ...

... in ganz Berlin. Mehr Informationen finden Sie bei der Landeswahlleiterin für Berlin:»wahlen-berlin.de«.

Nach eigenen Angaben bekennt sich die Partei "zu den Werten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung" und erteilt "jeder Form des politischen Extremismus eine scharfe Absage". Sie lässt sich allerdings eindeutig als rechtspopulistisch einstufen und setzt gezielt auf Anti-Islamismus als zentrale inhaltliche Botschaft, auch wenn das Programm ein breites Themenspektrum abdeckt.

In Berlin wendet sich "pro Deutschland" gegen die "unheilige Allianz" von SPD und der Linken sowie gegen die anderen "abgewirtschafteten Altparteien" und fordert innenpolitisch ein "hartes Durchgreifen von Polizei und Justiz". "Pro Deutschland" will in Berlin wirtschaftspolitisch den Turbo-Kapitalismus stoppen, eine gerechte Arbeitswelt durch "Einführung eines Mindestlohns und Schutz vor Billig-Konkurrenz aus dem Ausland" schaffen und u. a. durch einen Kinderscheck von 5.000 Euro die Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung steigern. Vor allem jedoch ist Berlin für "pro Deutschland" "schwer belastet durch kulturfremde und nicht integrierbare Zuwanderer". Dem soll durch "strikte Beschränkung der Einwanderung" und eine Reihe von Maßnahmen zum Stopp der "Islamisierung" entgegengewirkt werden.