Wer steht zur Wahl?

DKP

Deutsche Kommunistische Partei

26.8.2011
Die linksextreme Deutsche Kommunistische Partei (DKP) versteht sich als revolutionäre Partei des proletarischen Internationalismus und strebt grundlegende Änderungen der Eigentums- und Machtverhältnisse an.

Logo der DKP
Gründungsjahr Landesverband
1992*

Mitgliederzahl in Berlin
195*

Landesvorsitz
Rainer Perschewski*

Wahlergebnis 2006
-

*nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Freie Universität Berlin

Die 1968 gegründete "Deutsche Kommunistische Partei" (DKP) steht inhaltlich wie personell in der Tradition der 1956 verbotenen KPD. Sie hat 1972 bis 1983 und 2009 an Bundestagswahlen sowie an einer Reihe von Landtagswahlen in verschiedenen Bundesländern teilgenommen, ist jedoch nie über 0,3 Prozent hinausgekommen. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2001 in Berlin erreichte sie 0,1 Prozent. Der Bundesverfassungsschutz sowie der Berliner Landesverfassungsschutz stuften die DKP in ihren Berichten 2010 bzw. 2009 als linksextremistisch ein.

Zur Info

Steht zur Wahl ...

... in ganz Berlin. Mehr Informationen finden Sie bei der Landeswahlleiterin für Berlin:»wahlen-berlin.de«.

Basierend auf den Theorien von Marx, Engels und Lenin, versteht sich die DKP als "revolutionäre Partei" im Rahmen des "proletarischen Internationalismus", die "den grundlegenden Bruch mit den kapitalistischen Eigentums- und Machtverhältnissen" der Bundesrepublik mit dem Ziel des "Sozialismus/Kommunismus" anstrebt. Auf dem Weg dahin verfolgt sie eine Bündnisstrategie mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, wobei allerdings die Arbeiterklasse stets "die entscheidende Kraft sein muss".

Für Berlin fordert die DKP vor allem eine drastische Ausweitung staatlicher Sozialleistungen und Investitionen: u. a. eine vom Einkommen unabhängige öffentliche Daseinsvorsorge für alle, eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, ein Investitionsprogramm in Bildung und Infrastruktur, die Ausweitung von Umschulungs- und Weiterbildungsangeboten, freien Eintritt in alle öffentlichen Einrichtungen für Arme und die Übernahme der Wohnkosten für Hartz IV-Empfänger. Zudem setzt sich die DKP für die Rückübertragung privatisierter Versorgungsbetriebe in die öffentlich-rechtliche Hand ein und fordert deren demokratische Kontrolle durch die Bürger und Beschäftigten.