Wer steht zur Wahl?

21.8.2014 | Von:
Jakob Lempp

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

SPD BrandenburgGründungsjahr Landesverband
1990*
Mitgliederzahl in Brandenburg
6.300*
Landesvorsitz
Dr. Dietmar Woidke*
Wahlergebnis 2009
33,0 %
*nach Angaben der Partei
Die Vorgängerorganisation der "Sozialdemokratischen Partei Deutschlands" (SPD) wurde 1863 als "Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein" (ADAV) gegründet. Nach ihrer Wiedergründung 1945 und der Verabschiedung des Godesberger Programms 1959 konnte sie zunehmend Wähler aus allen Bevölkerungsschichten für sich gewinnen und entwickelte sich zu einer der großen Volksparteien in der Bundesrepublik. Mit Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder konnte sie bis heute drei Bundeskanzler stellen. Die SPD tritt in ihrem aktuellen Grundsatzprogramm von 2007 unter dem Leitbild "Fortschritt und Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert" für Frieden und die Sicherung der ökologischen Lebensgrundlagen, für eine freie, gerechte und solidarische Gesellschaft, für die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung aller Menschen, frei von Armut, Ausbeutung und Angst ein. Seit der Bundestagswahl am 22. September 2013 stellt die SPD sechs Minister in der Bundesregierung.

Der Landesverband Brandenburg wurde im Mai 1990 gegründet – noch vor Gründung des Bundeslandes. Die SPD bildete im brandenburgischen Landtag seither die größte Fraktion, bei der Wahl im Jahr 1994 war es ihr sogar gelungen, eine absolute Mehrheit der Stimmen zu erringen. Die Wahlergebnisse schwankten bei den bisherigen fünf Landtagswahlen zwischen 31,9 und 54,1 Prozent. Die SPD stellte seit Gründung des Bundeslandes alle drei Ministerpräsidenten: Nach Manfred Stolpe (1990-2002) und Matthias Platzeck (2002-2013) ist nun Dietmar Woidke im Amt. Als Spitzenkandidaten der SPD treten bei der Landtagswahl 2014 Dietmar Woidke und Martina Münch an.

Die SPD tritt mit einem sozialpolitischen Schwerpunkt zur Wahl an, ihr Leitsatz lautet: "Sozialpolitik will nicht nur reparieren und in Notfällen einspringen, sondern vorausschauend gestalten und vorsorgen". Als Kernziel sozialdemokratischer Politik werden sozialer Aufstieg und vergleichbare Chancen auf Bildung, Gesundheit und Teilhabe am öffentlichen Leben für alle Brandenburger definiert. Im Regierungsprogramm der SPD Brandenburg vom 3. Mai 2014 werden 50 Vorhaben beschrieben, deren Umsetzung die SPD nach der Wahl anstrebt. Einer der Schwerpunkte ist dabei die Bildungspolitik. Die SPD wirbt damit, 400 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer insbesondere im ländlichen Raum einzustellen, die Finanzierung der Hochschulen des Landes zu verbessern und das Schüler-Bafög weiter auszubauen.

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Autor: Jakob Lempp für bpb.de
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Wer steht wo zur Wahl?

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