Wer steht zur Wahl?

21.8.2014 | Von:
Stephan Dreischer

Christlich Demokratische Union (CDU)

CDU BrandenburgGründungsjahr Landesverband
1946*
Mitgliederzahl in Brandenburg
6.390*
Landesvorsitz
Prof. Dr. Michael Schierack*
Wahlergebnis 2009
19,8 %
*nach Angaben der Partei
Die "Christlich Demokratische Union" (CDU) konstituierte sich in Deutschland im Jahr 1945; am 16. Oktober desselben Jahres wurde auch ein CDU-Landesverband in Brandenburg gegründet. Von 1952 bis zur "Wende" des Jahres 1989 ordnete sich die CDU als eine der Blockparteien dem Führungsanspruch der SED in der DDR unter. Bis zur ersten Landtagswahl im Jahr 1990 gelang ihr dann die Wiederherstellung des Landesverbandes als Teil der gesamtdeutschen CDU. Die Partei nahm in Brandenburg an allen Landtagswahlen seit 1990 teil, war von 1999 bis 2009 Koalitionspartnerin der SPD bei der Bildung der jeweiligen Landesregierungen und besetzte in dieser Zeit die Position des stellvertretenden Ministerpräsidenten. Die Wahlergebnisse schwankten bei den bisherigen fünf Landtagswahlen zwischen 19,4 und 29,5 Prozent. Spitzenkandidat der CDU bei der Landtagswahl 2014 ist Michael Schierack.

Die CDU hat ihre Wurzeln in christlich-sozialen, liberalen und wertkonservativen Strömungen. Mit dieser Mischung erreichte sie weite Teile der Bevölkerung und entwickelte sich zu einer der großen Volksparteien in der Bundesrepublik. Sie stellte mit Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger, Helmut Kohl und Angela Merkel fünf Bundeskanzler. Im Zentrum des Parteiprogramms stehen Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit. Ausgehend von diesen drei Grundwerten entfaltet sich eine Politikvorstellung, die auf soziale Marktwirtschaft und auf sozialen Ausgleich innerhalb der Bevölkerung setzt, aber stets auch die Verantwortung des einzelnen und dessen freie Selbstbestimmung fordert, weil "freie Entfaltung in der Chancengesellschaft […] gleichzeitig ihren inneren Zusammenhalt" ermöglicht.

Der Entwurf des "Regierungsprogramms" der CDU für die Landtagswahl in Brandenburg steht unter dem Motto "Brandenburg. Besser. Machen." Das Programm bezieht sich inhaltlich vor allem auf den demographischen Wandel und die starke Bevölkerungskonzentration im Berliner Umland. Die CDU fordert die Erhaltung und den Ausbau der Infrastruktur im gesamten Land ebenso wie etwa eine gezielte Förderung des Mittelstands, die Rückkehrförderung von Arbeitskräften, ein anderes Sicherheitskonzept sowie die "Absage an eine Einheitsschule" und den Erhalt der Hochschulautonomie. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Familienförderung, unter anderem durch die Einführung einer Kinderschutzhotline, der stärkeren Bekanntmachung der bundesweiten Hotline für Fragen der vertraulichen Geburt oder die Unterstützung von Hebammen.

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Autor: Stephan Dreischer für bpb.de
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