Wer steht zur Wahl?

21.8.2014 | Von:
Jakob Lempp

Freie Demokratische Partei (FDP)

FDP BrandenburgGründungsjahr Landesverband
keine Angabe
Mitgliederzahl in Brandenburg
1.300*
Landesvorsitz
Gregor Beyer*
Wahlergebnis 2009
7,2 %
*nach Angaben der Partei
Die "Freie Demokratische Partei" (FDP) wurde im Jahr 1948 als Zusammenschluss der liberalen Landesverbände in den westlichen Besatzungszonen gegründet. Erster Vorsitzender wurde der spätere Bundespräsident Theodor Heuss. Im Zuge der Wiedervereinigung integrierte die FDP auch die beiden ehemaligen DDR-Blockparteien LDPD und NDPD.

Die FDP war zwischen 1949 und 2013 fast 40 Jahre lang als kleinerer Koalitionspartner an verschiedenen Bundesregierungen beteiligt. Bei der Wahl zum Deutschen Bundestag im September 2013 erhielt die FDP 4,8 Prozent der Stimmen und schied aus dem Deutschen Bundestag aus. Der brandenburgische Landesverband der FDP ging aus dem bereits im Juli 1990 gegründeten "Bund Freier Demokraten" hervor. Die FDP war in Brandenburg von 1990 bis 1994 und ist seit 2009 wieder im Landtag vertreten. Nach der Landtagswahl 1990 war die FDP in Brandenburg gemeinsam mit SPD und dem Bündnis 90 an der Landesregierung beteiligt und stellte zwei Minister im Kabinett von Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD). Die Spitzenkandidaten der FDP bei der Landtagswahl 2014 sind der derzeitige Fraktionsvorsitzende Andreas Büttner und der Landesvorsitzende Gregor Beyer. Inhaltlich orientiert sich die FDP am Leitgedanken des Liberalismus, der die Freiheit des Einzelnen, auch vor staatlichen Eingriffen, schützen will. In den 2012 in Karlsruhe beschlossenen "Karlsruher Freiheitsthesen" wird vor einem zu starken Einfluss des Staates auf die Wirtschaft gewarnt, ein europäischer Bundesstaat als Ziel des europäischen Einigungsprozesses definiert, eine stärker kapitalgedeckte Sozialversicherung gefordert und eine Zusammenfassung verschiedener Sozialleistungen zu einem "liberalen Bürgergeld" angeregt.

Das Landtagswahlprogramm der FDP wurde von den Mitgliedern in einem längeren Diskussionsprozess im Internet erarbeitet, wobei Kommentare und Änderungsvorschläge eingebracht werden konnten, auf deren Basis der Landesvorstand einen Entwurf formulierte, der am 21. Juni auf einem Landesparteitag angenommen wurde. Unter dem Motto "Brandenburg kann mehr" wird "mehr Eigenverantwortung" der Bürger eingefordert. Konkret tritt die FDP in Brandenburg für die Schaffung zusätzlicher Lehrerstellen, den gesteuerten Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland und eine Neuregelung des Länderfinanzausgleichs ein.

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Autor: Jakob Lempp für bpb.de
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