SPD
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Gründungsjahr Landesverband
keine Angabe*
Mitgliederzahl in Bremen
ca. 4850*
Landesvorsitz
Dr. Andreas Bovenschulte*
Wahlergebnis 2007
36,7 Prozent
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Dr. Oliver Buntrock, Universität Siegen
Die "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" (SPD) versteht sich in ihrem Grundsatzprogramm von 2007 als Partei der Freiheit, Gerechtigkeit und der Solidarität. In ihrer Vision des "demokratischen Sozialismus" besteht die SPD auf dem Primat der Politik. Der Staat müsse den Zugang zu "Recht, Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Kultur und der natürlichen Umwelt" gewährleisten und so eine gerechte Verteilung von Lebenschancen ermöglichen.
Steht zur Wahl...
... in den Wahlbereichen Bremen und Bremerhaven. Mehr Informationen finden Sie beim »Landeswahlleiter«.
In Bremen regiert die SPD seit mehr als 60 Jahren alleine oder in Koalitionen das Land. Sie erkennt die Notwendigkeit eines funktionierenden Marktes als zentrale Voraussetzung für die Schaffung allgemeinen Wohlstands an. Die Politik müsse jedoch eingreifen, um Marktversagen zu verhindern oder zu lindern und Wachstum zu fördern. Die SPD steht für Chancen- als auch für Ergebnisgerechtigkeit. Eine gerechte Teilhabe am Wohlstand muss laut SPD politisch gesichert werden.
Für die Bremer SPD sind insbesondere die Bereiche Wirtschaft, Arbeit, Bildung, Umwelt und Bürgerbeteiligung von zentraler Bedeutung. Die Partei verfolgt eine aktive Wirtschaftspolitik. Traditionelle Industriezweige, neue Technologien und der Umweltschutz sollen gemeinsam gefördert werden. Die Partei will den Ausbau der Hafeninfrastruktur, die maritime Nutzung sowie moderne Logistikketten vorantreiben. Mit ihrem Bekenntnis zu regenerativen Energien (Windkraft-, Photovoltaikanlagen) will die SPD Ökonomie und Umweltschutz verbinden. Im Bereich der Umweltpolitik fordert die SPD außerdem, dass die dritte Stufe der Umweltzone eingeführt wird.
Für die SPD sind gute Arbeitsbedingungen, angemessene Löhne (Mindestlöhne, Tariftreue), die Gleichstellung von Frauen in der Privatwirtschaft sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtige Anliegen. Ferner spricht sich die SPD gegen weitere Privatisierungen (GEWOBA) und Personaleinsparungen bei der Polizei aus.
Die SPD will das Betreuungsangebot für Kinder ausbauen, die Inklusion in den Kindergärten und Schulen vorantreiben und strebt eine schulische Ganztagsentwicklung sowie eine Schule für alle Kinder an. Ein gebührenfinanziertes Studium sowie Lehrprofessuren sind mit der SPD nicht zu machen. Durch Beiräte, ein Bürgerbüro sowie die Förderung von Bürgerinitiativen soll die Bürgerbeteiligung gestärkt werden.

