Wer steht zur Wahl?

FDP

Freie Demokratische Partei

27.4.2011
Die FDP sieht sich als Partei der sozialen Marktwirtschaft. Die Liberalen waren mehrmals in Bremen an der Landesregierung beteiligt. Ihre Schwerpunkte für die Wahl sind Bildung, Wirtschaft, Verkehr und Arbeitsmarkt.

Logo der FDP
Gründungsjahr Landesverband
1945 (aus der Partei BDV hervorgegangen)*

Mitgliederzahl in Bremen
420*

Landesvorsitz
Dr. Oliver Möllenstädt*

                                           Wahlergebnis 2007
                                           6,0 Prozent

                                           *nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Dr. Oliver Buntrock, Universität Siegen

Die "Freie Demokratische Partei" (FDP) entstand 1948 auf Bundesebene durch den Zusammenschluss mehrerer liberaler Parteien. Seitdem war sie an zahlreichen Bundes- und Landesregierungen beteiligt. In Bremen war die FDP in den 1950er-, 1960er- sowie Anfang der 1990er-Jahre an der Landesregierung beteiligt. Die FDP versteht sich als Partei der sozialen Marktwirtschaft. Zur Sicherung gesellschaftlichen Wohlstands setzt die Partei auf ökonomische und bürgerliche Freiheit, auf Individualität und Wettbewerb.

Zur Info

Steht zur Wahl...

... in den Wahlbereichen Bremen und Bremerhaven. Mehr Informationen finden Sie beim »Landeswahlleiter«.

Wichtig für die FDP in Bremen sind die Bereiche Bildung, Wirtschaft, Finanzen, Verkehr, und der Arbeitsmarkt. In ihrem Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl fordert die FDP eine vielfältige Schul- und Bildungslandschaft (Gymnasien stärken, Wettbewerb zwischen Schulen, mehr Schulautonomie, weg von "ausgeprägter Gleichmacherei und fehlender Anerkennung von Leistung"). Die Hochschulen sollen über die Einführung und Verwendung von Studiengebühren selbst entscheiden.

Wirtschaftspolitisch will die FDP neben Bürokratieabbau eine Deregulierung von Sperr- und Ladenöffnungszeiten. Mittelstands- und Kleinunternehmen sollen intensiver gefördert werden. Zur Senkung des Schuldenstands will die FDP Vermögen veräußern (GEWOBA, Flughafen, Parkhäuser, Krankenhäuser) und Stellen im öffentlichen Dienst abbauen. Die FDP fordert "bezahlbare Energie" und spricht sich für einen "ideologiefreien Mix" aus, ohne die Umwelt außer Acht zu lassen: Mehr Wettbewerb statt Rekommunalisierung im Energiesektor.

Die FDP will die Mobilität erhöhen und dazu die innerstädtische Straßeninfrastruktur verbessern (Straßenausbau, Parkplätze, Abschaffung der Umweltzone, kein Ausbau der Linien 1 und 8 in Huchting). Arbeitsmarktpolitisch fordert die Partei das Bürgergeld sowie dass sich Fleiß und Arbeit wieder lohnen müsse.

Eine verbesserte Organisationsstruktur der Polizei soll die Sicherheit erhöhen, eine Videoüberwachung sei abzulehnen. Die FDP ist für die Vereinbarkeit von Kinder und Beruf, für die Gleichberechtigung von Mann und Frau insbesondere im Berufsleben sowie für mehr Akzeptanz gegenüber Lesben und Schwulen.