BIW
Bürger in Wut
Gründungsjahr Landesverband
2007*
Mitgliederzahl in Bremen
100*
Landesvorsitz
Werner Fincke*
Wahlergebnis 2007
0,8 Prozent
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Dr. Dieter Wolf, Universität Bremen
Die Wählervereinigung "Bürger in Wut" (BIW) ging 2004 aus dem aufgelösten Bremer Landesverband der rechtskonservativen bzw. rechtspopulistischen Partei "Rechtsstaatlicher Offensive" hervor. Die BIW hat ihren Sitz in Berlin und ist nach eigenen Angaben auch in Hamburg aktiv. Bei der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft 2007 erzielte die BIW im Wahlbereich Bremerhaven 5,29 Prozent der Stimmen und zog so mit einem Abgeordneten in die Bremische Bürgerschaft ein. Nach Angaben der BIW ist ihr Ziel, eine "sozial verantwortliche, wertkonservative Politik der Vernunft".
Steht zur Wahl...
... in den Wahlbereichen Bremen und Bremerhaven. Mehr Informationen finden Sie beim »Landeswahlleiter«.
Die aktuellen Probleme Bremens sieht die BIW in Arbeitslosigkeit oder Niedriglöhnen, Staatsverschuldung, Geburtenrückgang, falscher Bildungspolitik, zunehmender Kriminalität, unkontrollierter Zuwanderung und daraus entstehender konfliktträchtiger Parallelgesellschaften, dem durch Globalisierung entfesselten Kapitalismus sowie einer zentralistischen EU, die die Souveränität des Landes und die Freiheit der Bürger beschränke.
Die BIW plädiert für die Einführung eines vom Volk gewählten "Landespräsidenten" und die Verkleinerung der Bürgerschaft auf 50 Abgeordnete. Innenpolitische fordert die Partei eine höhere Polizeipräsenz, rund um die Uhr geöffnete Polizeireviere und eine "freiwillige Sicherheitswacht" aus zuverlässigen Bürgern. Die staatlich kontrollierte Abgabe von Heroin oder Methadon müsse beendet werden und eine vorzeitige Entlassung eines Strafgefangenen müsse die Ausnahme bleiben.
Das dreigliedrige Schulsystem müsse wieder hergestellt, die Klassenstärken verringert und Schuluniformen eingeführt werden, die Bremer Umweltzone abgeschafft und eine Schuldenbremse verwirklicht werden.
Die BIW bezieht auch zu konkreten Themen aktueller Politik Stellung: So lehnte sie während der Griechenlandkrise 2010 "Finanzhilfen für Griechenland" ab und forderten in einer Petition "das Tragen der Ganzkörperverschleierung muslimischer Frauen in der Öffentlichkeit zu verbieten."

