BIP
Bremische Integrations-Partei Deutschlands
Gründungsjahr Landesverband
2010*
Mitgliederzahl in Bremen
ca. 250*
Landesvorsitz
Levent Albayrak*
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Dr. Dieter Wolf, Universität Bremen
Die "Bremische Integrations-Partei Deutschlands" (BIP) ist laut ihrer Satzung "ein politischer Zusammenschluss aller Migranten und Integrationswilligen und Förderern aller Stände, Konfessionen und Weltanschauungen". Die BIP versteht sich als eine politische Vertretung und als Vermittler der Bürger in Bremen und Bremerhaven mit Migrationshintergrund. Der programmatische Fokus der Partei liegt auf der Integrationspolitik.
Steht zur Wahl...
... in den Wahlbereichen Bremen und Bremerhaven. Mehr Informationen finden Sie beim »Landeswahlleiter«.
Integration in einer pluralistischen, multikulturellen Gesellschaft verlangt nach Auffassung der BIP neue Lösungen, vor allem in der Bildungspolitik. Das müsse bereits in der Vorschule anfangen, die für Kinder ab drei Jahren verpflichtend sein müsse. Die deutsche Sprache zu erlernen müsse gefördert werden, ebenso aber auch die Zweisprachigkeit. Dazu bedürfe es mehr Erzieher mit Migrationshintergrund.
Eine inhaltlich geöffnete Ganztagsschule mit gemischten Klassen und einer gezielten Sprachförderung müsse Ziel der Politik sein. Nach Ansicht der BIP spielen in diesem Prozess auch die Eltern eine wichtige Rolle, außerdem müssten dazu mehr Lehrer mit Migrationshintergrund eingestellt werden sowie ein Beratungs- und Förderzentrum zur Verfügung stehen. Wer an den Integrationskosten spare, so die BIP, produziere die sozialen Probleme von morgen - gerade auch mit Blick auf die alternde Gesellschaft in Deutschland, die Zuwanderung brauche.
Um zu erreichen, dass Migranten sich mit Politik und Gesellschaft in Deutschland identifizieren, fordert die BIP das Kommunalwahlrecht auch für Nicht-EU-Bürger, den Abbau von Vorurteilen, Kampf gegen Rassismus und Fremdenhass bereits in den Schulen sowie die Erhöhung des Migrantenanteils im öffentlichen Dienst. Ferner müsse, laut Forderungen der BIP, durch aktive Wohnungsbau- und Investitionspolitik der Bildung sozial und ethnisch abgegrenzter Wohngebiete entgegen gewirkt werden. Da Eltern ihre eigenen Integrationsprobleme auf die Kinder vererbten, müsse mit gezielten Programmen und unter Einschaltung von Sozialarbeitern eine fortgesetzte Abgrenzung verhindert werden.

