FAMILIE
Gründungsjahr:
1989Mitgliederzahl:
668Bundesvorsitz:
Arne GerickeKontakt:
Postfach 104 / 25552 WilsterPartei-Profil
Autor: Dr. Lasse Cronqvist, Universität Trier
Die 1989 als "Deutsche Familienpartei" gegründete "Familien-Partei-Deutschlands" (FAMILIE) stellt die Familie in den Mittelpunkt der Politik. Alle politischen Handlungen sind nach Auffassung der Partei aus der Perspektive der Familien zu bewerten.
Steht zur Wahl...
... in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.
Der Familienbegriff der Familien-Partei beruht laut der Präambel des Bundesprogramms der Partei nicht nur auf dem herkömmlich bürgerlichen Familienbild, sondern umfasst alle sozialen Gemeinschaften von Eltern mit Kindern. Im Einzelnen wird die Einführung einer stärkeren Berücksichtigung von Kindern bei der Berechnung der Einkommenssteuer gefordert (sog. Familiensplitting). Auch will die Partei ein Stimmrecht für Kinder bei Wahlen, welches von den Eltern stellvertretend wahrgenommen werden soll.
Die FAMILIE fordert in ihrem Bundesprogramm die Wahlfreiheit für Eltern bei der Wahl der Kindererziehung. Dabei wird die Fokussierung auf den Ausbau der Ganztagsbetreuung von Kleinkindern stark kritisiert. Diese benachteilige Familien finanziell, welche ihre Kinder selbst betreuen möchten statt öffentliche Einrichtungen in Anspruch zu nehmen. Die Familien-Partei fordert daher die Gleichstellung von Erwerbs- und Erziehungsarbeit und somit eine Entlohnung von Erziehungsarbeit. Zudem soll die Erziehungszeit auch bei der Berechnung der Rente stärker berücksichtigt werden.
Die von der Familien-Partei beklagte wirtschaftliche Benachteiligung von Familien soll des Weiteren durch die Einführung eines Kinderkostengeldes aufgehoben werden, welches alle notwendigen Ausgaben für Erziehung abdecken soll. Dies soll über eine allgemeine Erziehungsabgabe auf alle Einkommensarten finanziert werden.
Ergänzend fordert die Partei eine nachhaltige Wirtschaftspolitik basierend auf einer sozialen Marktwirtschaft. In der Außenpolitik stellt die Familien-Partei Friedenspolitik in den Mittelpunkt.
