Wer steht zur Wahl?

BP

1.9.2009
Die Bayernpartei wurde 1946 gegründet, ihr gehören etwa 5.000 Mitglieder an.

Logo der BPLogo der BP

Gründungsjahr:

1946

Mitgliederzahl:

ca. 5.000

Bundesvorsitz:

Florian Weber (Landesvorsitz)

Kontakt:

Baumkirchner Str. 20 / 81673 München





Partei-Profil
Autor: Dr. Uwe Kranepohl, Universität Passau

Die 1946 gegründete "Bayernpartei" (BP) sieht es als ihre vornehmste Aufgabe an, die "Vaterlandsliebe, das Heimatgefühl und das demokratische Selbstbewusstsein" der fränkischen, schwäbischen und altbairischen Bürger Bayerns zu pflegen (siehe Kapitel I Grundsatzprogramm). Das 2007 verabschiedete neue Grundsatzprogramm charakterisiert die BP als regionalistisch-separatistische Partei mit deutlich wertkonservativer Programmatik. Zentral ist die Forderung nach einem "selbständigen bayerischen Staat in einem europäischen Staatenbund" (siehe Präambel). Dazu gehört für die BP auch die Einführung eines bayerischen Staatsoberhauptes sowie einer eigenen Staatsangehörigkeit.

Zur Info

Steht zur Wahl...

... in Bayern.

Bis zur Verwirklichung der Unabhängigkeit fordert die BP, "jeden Angriff und Übergriff auf die staatlichen Hoheitsrechte Bayerns mit allen Mitteln zu bekämpfen" (siehe Kapitel II). Anlässlich der deutschen Vereinigung stellte die BP die Zugehörigkeit Bayerns zur Bundesrepublik in Frage, da der Landtag 1949 dem Grundgesetz nicht zugestimmt hatte.

Die Eigenstaatlichkeit Bayerns ist aber nicht Selbstzweck, sondern Mittel zur "Aufrechterhaltung der christlichen und konservativen Gesellschaftsordnung" (siehe Kapitel II). So stellt die BP fest: "Es geht nicht an, grundsätzliche Normen unserer Rechtsordnung zu 'liberalisieren', nur weil ein Teil der Bürger nicht mehr gewillt ist, sich daran zu halten" (siehe Kapitel IV). Der Schutz von Ehe und Familie spielt dabei eine wichtige Rolle.

Die BP bekennt sich zur sozialen Marktwirtschaft, steht aber dem globalen Welthandel kritisch gegenüber. In den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Energie vertritt die Partei in großen Teilen ökologische Positionen, wie zum Beispiel den Ausstieg aus der Kernenergie, das Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen sowie den Schutz von natürlichen Ressourcen.