CM
Gründungsjahr:
1988Mitgliederzahl:
keine AngabenBundesvorsitz:
Adelgunde MertensackerKontakt:
Lippstädter Str. 42 / 59329 LiesbornPartei-Profil
Autor: Dipl.-Pol. Benjamin Höhne, Universität Trier
Die am 27. August 1988 in Köln als Abspaltung der Deutschen Zentrumspartei gegründete "CHRISTLICHE MITTE – Für ein Deutschland nach GOTTES Geboten" (CM) ist eine christlich-fundamentalistische Partei. Bundesvorsitzende ist seit Beginn an Adelgunde Mertensacker.
Steht zur Wahl...
... in Bayern.
Die CM strebt unter Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland eine Ausrichtung der Gesetze und politischen Institutionen nach ihren christlichen Wertvorstellungen an. Obwohl sich die CM selbst nicht als konfessionelle Partei darstellt, sind katholische und alt-testamentarische Bezüge, insbesondere in der Parteizeitung "Kurier der Christlichen Mitte", unverkennbar.
Im aktuellen Fuldaer Grundsatzprogramm von 2005 nehmen die Zehn Gebote Gottes eine herausgehobene Stellung ein. Das gesellschaftspolitische Leitbild der CM ist die christliche Ehe. Die sich darauf begründende Familie sei die "wichtigste Lebens- und Erziehungsgemeinschaft im Staat" (siehe Absatz zur Bildungspolitik im Grundsatzprogramm). "Ungeordnete Sexualität" und Homosexualität werden verurteilt (siehe Absatz "Was die CHRISTLICHE MITTE will?" im Grundsatzprogramm).
Die CM spricht sich gegen "EU-Zentralismus" und für eine Rückführung der Gesetzgebungsrechte auf Nationalstaaten aus. Wirtschaftspolitisch werden protektionistische Maßnahmen betont. In ihrer politisch-praktischen Arbeit konzentriert sie sich auf den Kampf gegen eine vermeintliche "Islamisierung Deutschlands" (siehe Absatz "Was die CHRISTLICHE MITTE will?" im Grundsatzprogramm) und gegen jede Art des Schwangerschaftsabbruchs, den sie "als das größte Verbrechen unserer Zeit" (siehe Absatz zur Bildungspolitik im Grundsatzprogramm) bezeichnet.
