Wer steht zur Wahl?

Bürgerbewegung pro Deutschland (pro Deutschland)

Parteiprofil


29.8.2013
Logo pro DeutschlandGründungsjahr Bundesverband
2005*
Mitgliederzahl in Deutschland
725*
Bundesvorsitz
Manfred Rouhs*
Wahlergebnis 2009
-
*nach Angaben der Partei
Die "Bürgerbewegung pro Deutschland" (pro Deutschland) wurde im Jahr 2005 im Nachgang des Erfolgs der "Bürgerbewegung pro Köln" bei den nordrhein-westfälischen Kommunalwahlen gegründet. Sie ist gemeinsam mit weiteren Pro-Bewegungen in dem 2010 gegründeten Dachverband "Die Pro-Bewegung (PRO)" organisiert. In ihrer Programmatik verbinden sich islamfeindliche und rechtsextreme Elemente. Auf Bundesebene tritt sie bei der Bundestagswahl 2013 erstmalig an. Wie die Kleinparteien pro NRW und pro Köln, die beide vom Verfassungsschutz beobachtet werden, ist die Bürgerbewegung pro Deutschland der Pro-Bewegung zuzurechnen.

Die Bürgerbewegung pro Deutschland ist bemüht, sich als grundgesetztreu und demokratisch darzustellen. Offiziell distanziert sich die Partei von jeder Form des politischen Extremismus. Personell und organisatorisch ist pro Deutschland jedoch zunehmend mit dem rechtsextremen Milieu verwoben. Zentrale Funktionäre der Partei waren zuvor bei den Republikanern, der NPD, der DVU oder der "Deutschen Liga für Volk und Heimat" aktiv. Die Partei bezeichnet sich als "Bürgerbewegung" und kritisiert die etablierten Parteien als vermeintlich korrupte Elite.
pro Deutchland tritt in ganz Deutschland mit Ausnahme von Hamburg, Schleswig-Holstein und Thüringen mit einer Landesliste an. Hier eine Übersicht über die zur Bundestagswahl zugelassenen Landeslisten.pro Deutchland tritt in ganz Deutschland mit Ausnahme von Hamburg, Schleswig-Holstein und Thüringen mit einer Landesliste an.
PDF-Icon Hier eine Übersicht über die zur Bundestagswahl zugelassenen Landeslisten. Lizenz: cc by-sa/3.0/ (TUBS/bpb)
Der von der Partei propagierte Kontrast zwischen dem "Volk" und der "Elite" erinnert an die Rhetorik rechtspopulistischer Parteien in Europa, wie z.B. der österreichischen FPÖ oder dem französischen Front National.

Das Programm der Bürgerbewegung pro Deutschland setzt gezielt auf Anti-Islamismus. Arbeitsmarktpolitisch erteilt die Partei der Idee des globalisierten Arbeitsmarktes eine Absage. Familienpolitisch soll die traditionelle Familie weiterhin gegenüber anderen Lebensformen privilegiert bleiben. Typisch für rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Politikfeld der Inneren Sicherheit. Die Bürgerbewegung pro Deutschland will Straftäter härter bestrafen. Strafgefangene sollen durch Arbeit ihre Haft finanzieren. Ausländische Straftäter will die Partei abschieben und ihnen ein lebenslanges Einreiseverbot erteilen. Die harte Asylpolitik sowie die Islamfeindlichkeit der Partei sind die Markenkerne ihres Programms.