Wer steht zur Wahl?

Partei Bibeltreuer Christen (PBC)

Parteiprofil


29.8.2013
Logo PBCGründungsjahr Bundesverband
1989*
Mitgliederzahl in Deutschland
2.700*
Bundesvorsitz
Ole Steffes*
Wahlergebnis 2009
0,1 Prozent
*nach Angaben der Partei
Die "Partei Bibeltreuer Christen" (PBC) wurde im Jahr 1989 gegründet. Die Parteigründer stammen aus dem Umfeld evangelischer Freikirchen in Karlsruhe. Das politische Handeln der PBC basiert auf den moralischen Prämissen der Bibel. Christliche Grundsatzethik bildet die Grundlage der Parteiarbeit. Die Partei betrachtet Politik und Glauben als untrennbar miteinander verwoben und wird als christlich-fundamentalistische Partei eingestuft.

Die Mitglieder der PBC sind vornehmlich Kirchenaktive. Die Verankerung der Parteimitglieder in evangelischen, freikirchlichen Gemeinden begründet den Missionsgedanken der PBC. Ziel der Mitglieder ist es, die politische Stellung gläubiger und bibeltreuer Christen in einer zunehmend säkularen Welt auszuweiten.

Programmatisch hebt die PBC den Schutz des ungeborenen Lebens als das oberste Ziel ihrer Politik heraus. Sie richtet sich dabei gegen Abtreibung und jegliche Form aktiver Sterbehilfe. Auch die Familien-, Bildungs- und Sozialpolitik der Partei basiert auf Bibeltreue.
Die PBC tritt nur in Baden-Württemberg und Niedersachsen mit einer Landesliste an. Hier eine Übersicht über die zur Bundestagswahl zugelassenen Landeslisten.Die PBC tritt nur in Baden-Württemberg und Niedersachsen mit einer Landesliste an.
PDF-Icon Hier eine Übersicht über die zur Bundestagswahl zugelassenen Landeslisten. Lizenz: cc by-sa/3.0/ (TUBS/bpb)
Die PBC spricht sich für die Erschwerung von Ehescheidungen, die Anerkennung und Honorierung des "Berufes“ der Mutter durch ein Erziehungsgehalt sowie für die Verpflichtung von Bibelunterricht in Schulen aus. Gleichgeschlechtliche oder außereheliche Lebensgemeinschaften werden von der Partei abgelehnt. Auch die außenpolitischen Positionen der Partei gründen auf christlichen Maßstäben. Israel ist für die PBC ein anerkannter Staat mit Existenzrecht, dem Freundschaft und Solidarität geschuldet sind. Europapolitisch steht die PBC dem Vertrag von Lissabon skeptisch gegenüber und präferiert ein EU-Modell des losen Staatenbundes.

Die Wahlergebnisse der PBC bestätigen deren Status als Kleinpartei. Bei Bundestagswahlen lag die Partei zwischen 0,1 und 0,2 Prozent. Die Festlegung auf wenige zentrale Themen sowie die Konkurrenz durch weitere christlich-konservative oder christlich-fundamentalistische Kleinparteien hindert die Partei daran, die eigene Wählerbasis weiter auszubauen.