Wer steht zur Wahl?

Alternative für Deutschland (AfD)

Parteiprofil


29.8.2013
Logo AfDGründungsjahr Bundesverband
2013*
Mitgliederzahl in Deutschland
14.000*
Bundesvorsitz
Bernd Lucke, Frauke Petry, Konrad Adam*
Wahlergebnis 2009
-
*nach Angaben der Partei
Die "Alternative für Deutschland" (AfD) gründete sich am 6. Februar 2013. Euro-Kritik ist das Leitthema der Partei. In ihrem Wahlprogramm plädiert die AfD für eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes: "Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro". Sie fordert eine Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer Währungsverbünde. Mit diesen Forderungen hat die AfD bislang im Wahlkampf Schlagzeilen gemacht. Das Vorstandsmitglied Bernd Lucke, Professor für VWL an der Universität Hamburg, positionierte sich bereits seit Jahren als Euro-Kritiker, in direkter Reaktion auf die schwarz-gelbe Euro-Krisen-Politik.

Der AfD ist es in kurzer Zeit gelungen, in allen sechzehn Bundesländern Landesverbände zu gründen, so dass sie über eine flächendeckende Organisationsstruktur verfügt. Die Mitglieder kommen zu einem Viertel aus anderen Parteien, vorwiegend CDU und FDP. In der Grundkritik am Management der Schulden- und Bankenkrise bündelt die AfD Parteianhänger aus allen Lagern. Über die internen Willensbildungsprozesse lassen sich zur Zeit keine verlässlichen Aussagen treffen. Der Gründungsparteitag verlief im Vergleich zu anderen Parteigründungen relativ geordnet, aber auch hierarchisch gesteuert.

Die Partei tritt in ganz Deutschland mit einer Landesliste an.
Hier eine Übersicht über die zur Bundestagswahl zugelassenen Landeslisten.Die AfD tritt in ganz Deutschland mit einer Landesliste an.
PDF-Icon Hier eine Übersicht über die zur Bundestagswahl zugelassenen Landeslisten. (TUBS/bpb) Lizenz: cc by-sa/3.0/
Solange es der AfD gelingt, als seriöse konservative Mitte-Strömung aufzutreten, hat sie Chancen auf die Stimmen von Protestwählern und Euro-Kritikern. Gleichwohl möchte die klare Mehrheit der Deutschen keinen Ausstieg aus dem Euro. Doch die neue Partei zwingt die anderen Parteien, deutlicher ihren Europa-Kurs zu artikulieren.

Als Programm finden sich neben den starken Akzenten im Bereich der Finanz- und Europapolitik auch Hinweise zur Alterssicherung. Doch die Perspektive bleibt auch in den anderen Politikfeldern immer eurokritisch ausgerichtet: "Die Schulden der Eurokrise dürfen nicht zu einer Rente nach Kassenlage führen".



 
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