Wer steht zur Wahl?

Die Grauen - Für alle Generationen

Die Grauen


30.8.2017
Parteilogo BTW Die Grauen - Für alle GenerationenGründungsjahr Bundesverband
2017*
Mitgliederzahl in Deutschland
281*
Bundesvorsitz
Michael Schulz*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die Partei "Die Grauen - Für alle Generationen" (Die Grauen) gründete sich im Mai 2017 in Berlin. Ihre Initiatoren waren zuvor in anderen "grauen Parteien" aktiv, die sich in der Nachfolgerschaft der 2008 aufgelösten Partei "Die Grauen – Graue Panther" sehen, die in den 1990er und 2000er Jahren bei Landtagswahlen mehrmals – zum Teil deutlich – über ein Prozent der Stimmen erreicht hatte.

Die Grauen sehen sich im Gegensatz zu anderen Parteien ähnlichen Namens nicht als reine Interessenvertretung von Senioren, was sie in ihrem Namen ausdrücklich betonen. Sie wolle eine "Mitmach-Partei" sein, die für "einen sinnvollen Protest und für die Möglichkeit, sich selbst politisch einzubringen" stehe. Dabei sei sie "dem Prinzip der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet" und setze sich für "eine am Menschen orientierte Politik" ein.
Die Grauen treten in einem Land zur Wahl an und sind für etwa 4 Prozent der Wahlberechtigten wählbar.
Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier.Die Grauen treten in einem Land zur Wahl an und sind für etwa 4 Prozent der Wahlberechtigten wählbar.
PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier. (© TUBS/bpb)
In ihrem Parteiprogramm setzen Die Grauen Schwerpunkte in der Sozial-, Familien-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik. Konkret fordert die Partei beispielsweise eine gesetzliche Mindestrente, die Senkung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 60 Jahre und eine Verbesserung von Pflegestandards. Ebenso finden sich Forderungen wie die Gleichstellung von Erziehungszeit mit Erwerbsarbeit, die Beschränkung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden sowie eine Beitragserhöhung für Kinderlose zur gesetzlichen Pflegeversicherung in ihrem Programm. Das Steuer- und Abgaberecht wollen die Grauen vereinfachen, die Sozialversicherungspflicht auf alle Einkommensarten ausweiten, Ausbildungsförderungen generell, ohne die Berücksichtigung des Einkommens der Eltern, ermöglichen und den Erwerb von Wohneigentum für Familien staatlich fördern.

Des Weiteren fordern Die Grauen das Wahlrecht ab 14 Jahren und eine Stärkung direkter Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger an politischen Entscheidungen, insbesondere auf Kommunal- und Landesebene. Die Ausübung politischer Mandate soll zeitlich auf eine Wahlperiode begrenzt und Sperrklauseln (z.B. die Fünfprozenthürde) abgeschafft werden. Die Partei steht "für ein Europa mit gemeinsamen Werten unter Beibehaltung der nationalen Identität". Einwanderung setzt ihrer Meinung ein Bekenntnis zur Verfassung sowie Integrationsbereitschaft voraus.



 

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