Wer steht zur Wahl?

30.8.2017 | Von:
Sven Grundmann

Partei der Humanisten

Die Humanisten

Parteilogo BTW Die HumanistenGründungsjahr Bundesverband
2014*
Mitgliederzahl in Deutschland
307*
Bundesvorsitz
Felix Bölter*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "Partei der Humanisten" (Die Humanisten) wurde 2014 in Berlin gegründet und ging aus einer Facebook-Gruppe mit dem Namen "Initiative-Humanismus" hervor. Sie versteht sich als "liberal, sozial und progressiv". Bislang unterhalten Die Humanisten Landesverbände in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Humanisten treten bei der Bundestagswahl 2017 zum ersten Mal zu einer Wahl an. Zwischen ihr und der seit 2006 inaktiven Humanistischen Partei (HP) bestehen keine Verbindungen.

Die Humanisten vertreten nach eigener Darstellung einen säkularen Humanismus und gehen davon aus, "dass die Vorgänge im Universum Naturgesetzen folgen, ohne Eingriffe durch Götter oder höhere Mächte". Die Partei legt Wert auf ein „naturalistisches, kritisch-rationales und wissenschaftliches Weltbild“ und eine Perspektive, "die den Menschen in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns stellt".

Die Humanisten treten in einem Land zur Wahl an und sind für etwa 21 Prozent der Wahlberechtigten wählbar.
Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier.Die Humanisten treten in einem Land zur Wahl an und sind für etwa 21 Prozent der Wahlberechtigten wählbar.
PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier. (© TUBS/bpb)
Das Kernthema der Partei ist die Säkularisierung, denn aus ihrer Sicht werden die Stimmen von Atheisten und Konfessionslosen in der Politik nicht ausreichend gehört. Aus historischen und organisatorischen Gründen bestehe ein politisches Ungleichgewicht zwischen dem Einfluss der Kirchen und den Stimmen von Nicht-Gläubigen und Konfessionslosen. Die Humanisten beschreiben Religion als Privatsache. Sie streben an, mittels der Streichung des Gottesbezugs im Grundgesetz und der Kündigung aller finanziellen, vertraglichen und institutionellen Verbindungen zwischen religiösen Gemeinschaften und dem Staat die Säkularisierung voranzutreiben. Vertreter weltanschaulicher Gemeinschaften haben nach Auskunft der Partei in öffentlichen Räten, Ausschüssen, Prüfstellen und Gremien keinen Platz. Die Humanisten treten neben der Säkularisierung des Staates für die schrittweise Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ein. Der Besitz und Handel mit Rauschmitteln wie Cannabis soll legalisiert werden. Netzpolitisch fordern sie, das Konzept der Netzneutralität gesetzlich zu verankern. Für mehr Wettbewerb und Innovationen wird auch eine Verkürzung der Nutzungsdauer von Patenten angestrebt. Steuerfinanzierte Forschungsergebnisse sollen für die Öffentlichkeit frei verfügbar sein. Außerdem tritt die Partei für ein Recht auf ein selbstbestimmtes Lebensende ein.


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