Wer steht zur Wahl?

Deutsche Mitte

DM


30.8.2017
Parteilogo BTW Deutsche MitteGründungsjahr Bundesverband
2013*
Mitgliederzahl in Deutschland
3.315*
Bundesvorsitz
Christoph Hörstel*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "Deutsche Mitte" (DM) wurde im Jahr 2013 gegründet. Nach ihrem Selbstverständnis steht sie für eine "ethische Politik im Sinne der Bewahrung der Schöpfung". Zentrale Person der Partei ist ihr Gründer und Vorsitzender Christoph Hörstel. Die Rhetorik der DM bedient sich zahlreicher Elemente, die auch von populistischen Parteien verwendet werden. Ebenso finden sich verschwörungstheoretische Ansätze in Programmatik und Äußerungen der Partei wieder. Das Parteiprogramm, zugleich Wahl- und Regierungsprogramm, ist thematisch breit aufgestellt und entlang der aktuellen Zuschnitte der 14 Ministerien der Bundesregierung geordnet. Die aufgeführten Positionen sind nach Angaben der DM auch bei der Übernahme von Regierungsverantwortung in einer Koalition nicht verhandelbar: "In ‚unseren‘ Ministerien werden wir exakt umsetzen, was wir angekündigt hatten."

Die DM tritt in zehn Ländern zur Wahl an und ist für etwa 79 Prozent der Wahlberechtigten wählbar.
Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier.Die DM tritt in zehn Ländern zur Wahl an und ist für etwa 79 Prozent der Wahlberechtigten wählbar.
PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier. (© TUBS/bpb)
Die DM vertritt Positionen wie die Ablehnung der Europäischen Union und des Euro, die Begrenzung von Einwanderung und Aufnahme von Flüchtlingen durch gezielte Auswahl, die Förderung von Familien durch Prämien - für die Geburt des ersten Kindes 5.000 Euro und für die Geburt weiterer Kinder jeweils 10.000 Euro - sowie die Verdoppelung des Kindergeldes. Die DM wendet sich gegen eine deutsche Beteiligung an Kampfeinsätzen außerhalb des Nato-Gebietes, "Gender Mainstreaming", den verpflichtenden Schulbesuch für Kinder sowie Zinsen und Steuern, die aufgrund dessen vereinfacht und auf lange Sicht abgeschafft werden sollen. Gleichzeitig will die Partei "alternative und regionale Währungen" fördern und die D-Mark wiedereinführen. Ferner wird die Unabhängigkeit der Medien in Frage gestellt; damit einhergehend soll die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eingestellt werden. Die DM strebt eine "kostenlose medizinische Grundversorgung für alle" an, wendet sich gegen eine "überteuerte Kartellmedizin" und setzt sich auch für die Anerkennung "ganzheitlicher" Methoden ein. Impfungen werden kritisch gesehen, so soll das "Impf-Mobbing" beendet werden. Dagegen sollen "die wahren Krankheitsursachen wie z.B. Pestizide, Umwelt- und Medikamentengifte, Elektrosmog, Junk-Food oder Luftverschmutzung" identifiziert und beseitigt werden.



 

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