Wer steht zur Wahl?

PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ

Tierschutzpartei


30.8.2017
Parteilogo BTW TierschutzparteiGründungsjahr Bundesverband
1993*
Mitgliederzahl in Deutschland
1.350*
Bundesvorsitz
Horst Wester, Matthias Ebner, Sandra Lück*
Wahlergebnis 2013
0,3 Prozent
*nach Angaben der Partei
Aus dem Interesse heraus, die als vernachlässigt empfundenen Belange von Tieren politisch aufzugreifen und mit weiteren Themen zu verknüpfen, gründeten 1993 Tierfreunde die Partei "PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ" (Tierschutzpartei). Ihre programmatische Grundausrichtung will nicht den Menschen und dessen Bedürfnisse als primären Maßstab bei der Lösung politischer, ökonomischer oder ethischer Herausforderungen und Problemlagen nehmen. Vielmehr sollen den Tieren unveräußerliche Grundrechte zuzugestehen, die nur in Situationen konkreter Notwehr berührt werden dürfen. Die Tierschutzpartei versteht sich als eine "ganzheitliche" Partei und begründet dies mit der untrennbaren Einheit der drei Bereiche – Mensch, Tier und Natur. Ihre Programmatik kann als linksliberal und ökologisch eingestuft werden. Die Tierschutzpartei tritt zu Kommunal-, Landes-, Bundes- und Europawahlen an. 2014 zog die Partei wegen der entfallenen Fünfprozenthürde bei Europawahlen mit einem Abgeordneten in das Europäische Parlament ein.

Die Tierschutzpartei tritt in zehn Ländern zur Wahl an und ist für etwa 83 Prozent der Wahlberechtigten wählbar.
Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier.Die Tierschutzpartei tritt in zehn Ländern zur Wahl an und ist für etwa 83 Prozent der Wahlberechtigten wählbar.
PDF-Icon Eine Übersicht über alle zugelassenen Landeslisten finden Sie hier. (© TUBS/bpb)
Nach Einschätzung der Tierschutzpartei habe sowohl der Raubbau an der Natur als auch der Umgang mit Tieren ein verhängnisvolles Ausmaß erreicht, für das die nationale und internationale Politik die Verantwortung trage. In diesem Zusammenhang plädiert die Partei in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl für eine Ausweitung der Tierschutz- und Tierrechtspolitik, im Rahmen derer sämtliche Tierversuche verboten und die Tierhaltung in der Landwirtschaft, in Zoos, Zirkussen und beim Sport verbessert werden soll. Darüber hinaus versteht sich die Tierschutzpartei auch als Sprachrohr für Menschen, die ihrem Verständnis nach innerhalb der Gesellschaft und der Politik keine ausreichende Berücksichtigung finden. Für diese Gruppen, von denen die Tierschutzpartei beispielhaft Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuelle, in Armut lebende, Kranke, Behinderte oder auch Opfer körperlicher und seelischer Gewalt nennt, sollen die Grundvoraussetzungen geschaffen werden, gleichberechtigt am politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen sowie kulturellen Leben teilhaben zu können.



 

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