Wer steht zur Wahl?

28.4.2014 | Von:
Jan Schoofs

DIE REPUBLIKANER (REP)

Parteiprofil

Logo REPGründungsjahr Bundesverband
1983*
Mitgliederzahl in Deutschland
6.500*
Bundesvorsitz
Dr. Rolf Schlierer*
Wahlergebnis 2009
1,3 %
Spitzenkandidat
Hermann Mack
*nach Angaben der Partei
Die Partei "DIE REPUBLIKANER" (REP) wurde im Jahr 1983 gegründet. In ihrer Programmatik verbinden sich rechtskonservative und rechtspopulistische Elemente.

In den 1980er- und den 1990er-Jahren konnten die Republikaner bei Wahlen zu Länderparlamenten einzelne Erfolge erzielen. In Berlin (1989) und Baden-Württemberg (1992, 1996) gelang ihnen der Einzug in das Parlament. Seit 1999 ist die Zustimmung bei Wahlen rückläufig. Bei Wahlen zum Europäischen Parlament schnitt sie in der Vergangenheit in der Regel besser ab als bei Bundestagswahlen. Im Jahr 1989 erhielt sie 7,1 Prozent der Stimmen. Mit 1,3 Prozent (347.887 Stimmen) war sie 2009 unter den sonstigen Parteien die zweitstärkste Kraft. Damit lagen die Republikaner bei der vergangenen Europawahl deutlich über ihrem Bundestagswahlergebnis im selben Jahr (0,4 Prozent).

In Ihrem aktuellen Parteiprogramm aus dem Jahr 2002 fordert die Partei mehr direkte Demokratie und eine "strikte Trennung von Politik und Wirtschaft". Die Globalisierung lehnt sie als "Amerikanisierung" ab und fordert einen besseren Schutz deutscher Unternehmen, z. B. durch Schutzzölle. Zuwanderung stehen DIE REPUBLIKANER ablehnend gegenüber, arbeitslose und wiederholt straffällig gewordene Ausländer sollen ausgewiesen werden. In der Familienpolitik sollen vor allem "deutsche Familien" gefördert, gleichgeschlechtliche Partnerschaften sollen nicht rechtlich anerkannt werden. Die Republikaner kritisieren "Korruption und
Die Partei tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten.DIE REPUBLIKANER treten mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
PDF-Icon Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten. (© TUBS/bpb)
Verschwendung" in der Europäischen Union sowie die "Brüsseler Bürokratie". Deutschland solle "nicht die Melkkuh Europas" sein. Eine gemeinsame Haftung für Staatsschulden lehnt die Partei daher ab. Die Republikaner fordern die Wiedereinführung der D-Mark und den Austritt Deutschlands aus der EU, die als "Bund souveräner Nationalstaaten neu gegründet werden" müsse. Das Subsidiaritätsprinzip soll strikt eingehalten werden. Kompetenzen der Mitgliedsstaaten sollen nach dem Willen der Republikaner nur in Ausnahmefällen – etwa in militärischen und sicherheitspolitischen Fragen sowie in der Außen- und Handelspolitik – an die EU übertragen werden. Neue EU-Verträge sollen erst durch Volksabstimmungen wirksam werden. Nach dem Willen der Republikaner ist islamisch geprägten Ländern wie der Türkei der EU-Beitritt zu verwehren.