Wer steht zur Wahl?

28.4.2014 | Von:
Carolin Höhlein

Bayernpartei (BP)

Parteiprofil

Logo BPGründungsjahr Bundesverband
1946*
Mitgliederzahl in Deutschland
ca. 5.000*
Bundesvorsitz
Florian Weber*
Wahlergebnis 2009
0,2 %
Spitzenkandidat
Florian Weber
*nach Angaben der Partei
Seit ihrer Gründung im Jahr 1946 sieht sich die Bayernpartei (BP) als Interessenvertretung der fränkischen, schwäbischen und altbayrischen Bürgerinnen und Bürger. Ihre politische Hochphase erlebte die BP in den 1950er- und 1960er-Jahren. Danach verlor die BP an Bedeutung. Weiterhin nimmt sie regelmäßig an Landtags-, Bundestags- und Europawahlen teil.

Im Zentrum der wertkonservativen Programmatik der Bayernpartei steht die Forderung nach bayerischer Eigenstaatlichkeit. Die Eigenständigkeit ist dominant im Hinblick auf die gesamt-programmatische Ausrichtung. Neben der Regionalisierung der Sozialversicherung setzt sich die BP unter anderem für die Wiedereinführung des Bayerischen Obersten Landesgerichts sowie für einen bayerischen Staatspräsidenten ein. Weitere Anliegen sind die Förderung regionaler Dialekte im Unterricht sowie die Vermittlung "bayerischer Geschichte aus bayerischer Sicht." Ferner fordert die BP den Ausbau direktdemokratischer Elemente und die Direktwahl des Ministerpräsidenten. Darüber hinaus wirbt sie für ein traditionelles Familienbild sowie die Verschärfung der Regelungen für einen Schwangerschaftsabbruch. Die Partei setzt sich neben dem Kindergeld für die Einführung eines Erziehungsgehaltes ein und macht sich für die Beibehaltung des Ehegattensplittings stark. Der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften steht die Bayernpartei ablehnend gegenüber. Europapolitische Kernforderungen richten sich auf ein "Europa der Regionen" ohne "Brüsseler
Die Partei tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten.Die BP tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
PDF-Icon Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten. (© TUBS/bpb)
Zentralismus", stärkeren politischen Einfluss der Bundesländer sowie eine stärkere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei europapolitischen Entscheidungen. Eine Ausdehnung der Europäischen Union über die geografischen Grenzen hinaus – und konkret einen EU-Beitritt der Türkei – lehnt die Partei ab. In ihrem Grundsatzprogramm fordert sie entsprechend die "innere Erweiterung Europas durch den Ausbau des Föderalismus und der regionalen Kompetenzen". Darüber hinaus strebt die BP den Austritt Deutschlands aus dem Euro an und lehnt einen europäischen Finanzausgleich oder vergleichbare Mechanismen ab.

Die BP ist Mitglied der Europäischen Freien Allianz, einer politischen Partei, in der sich 40 europäische Regionalparteien zusammengeschlossen haben.