Wer steht zur Wahl?

AUF - Partei für Arbeit, Umwelt und Familie, Christen für Deutschland (AUF)

Parteiprofil


28.4.2014
Logo AUFGründungsjahr Bundesverband
2008*
Mitgliederzahl in Deutschland
400*
Bundesvorsitz
Dieter Burr*
Wahlergebnis 2009
0,1 %
Spitzenkandidatin
Christa Meves
*nach Angaben der Partei
Die Partei "AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie – Christen für Deutschland" (AUF) wurde 2008 in Berlin von ehemaligen Mitgliedern der PBC, der ÖDP und des ZENTRUMS gegründet, nachdem eine Fusion dieser drei Parteien scheiterte. Ziel der Parteigründung war die Stärkung christlicher Werte und Prinzipien in der deutschen Politik. Dies will die AUF durch die Bündelung von Kompetenzen christlicher Organisationen und die Übersetzung christlicher Werte in konkrete Politik erreichen.

Der Name der Partei verrät bereits die programmatische Schwerpunktsetzung auf die Bereiche Arbeit-, Umwelt- und Familienpolitik. Primäres Ziel der Arbeitsmarktpolitik ist die adäquate Eingliederung aller Menschen in den Arbeitsmarkt. Umweltpolitisch soll mit den Instrumenten der Marktwirtschaft das ökologische Gleichgewicht wiederhergestellt werden. Im Bereich der Familienpolitik setzt sich die AUF für ein sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt für Berufsmütter und Berufsväter ein.

Zur Europawahl möchte die AUF auch in der europäischen Politik eine Stärkung christlicher Werte erreichen. Die Abkehr von Gott sei die Ursache "für die derzeitige gesellschaftliche und politische Wirrnis". Die Partei betont die Bedeutung des Christentums als "Seele Europas". Konzepte wie der "radikale Feminismus" und die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften widersprechen nach Auffassung der AUF der christlichen Lehre und werden abgelehnt.

Die Partei tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten.Die AUF tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
PDF-Icon Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten. (© TUBS/bpb)
Der europapolitische Kurs der Partei kann als europaskeptisch bezeichnet werden. Die AUF befürchtet ein "allmähliches Außerkraftsetzen der Souveränität" der Mitgliedstaaten. Dem müsse entgegengewirkt werden, andernfalls drohe ein "europäischer Totalitarismus". Als Staatenbund freier und souveräner Demokratien soll die Europäische Union jedoch erhalten bleiben. Vor dem Hintergrund einer drohenden Transferunion müsse der Euro auf den Prüfstand gestellt werden. Die Rückkehr zur D-Mark ist für die AUF eine Frage der "wirtschaftlichen Vernunft", ein schrittweiser, "besonnener" Ausstieg aus der gemeinsamen Währung nach Meinung der AUF möglich.

Die AUF tritt mit der 89-jährigen Christa Meves als Spitzenkandidatin an, einer parteilosen Jugend-Psychotherapeutin und ehemaligen Mitherausgeberin der Wochenzeitung Rheinischer Merkur.