Wer steht zur Wahl?

Alternative für Deutschland (AfD)

Parteiprofil


28.4.2014
Logo Alternative für Deutschland (AfD)Gründungsjahr Bundesverband
2013*
Mitgliederzahl in Deutschland
17.800*
Bundesvorsitz
Konrad Adam, Prof. Dr. Bernd Lucke, Dr. Frauke Petry*
Wahlergebnis 2009
-
Spitzenkandidat
Bernd Lucke
*nach Angaben der Partei
Die "Alternative für Deutschland" (AfD) gründete sich 2013. Kritik an der Europäischen Union und den Maßnahmen zur Bewältigung der Schulden- und Bankenkrise ist das Leitthema der Partei. Die Einordnung der AfD in das Parteienspektrum ist aufgrund ihrer noch jungen Geschichte schwierig. Dennoch wird die Partei von weiten Teilen der Politikwissenschaft als rechtspopulistisch bezeichnet.

Zur Bundestagswahl trat die AfD erstmalig an. Mit 4,7 Prozent der Zweitstimmen scheiterte sie knapp an der Fünfprozenthürde.

Das Wahlprogramm für die Europawahl wurde auf einem Bundesparteitag Ende März 2014 beschlossen. Vorausgegangen war eine Mitgliederbefragung, an der sich rund 30 Prozent der AfD-Mitglieder beteiligt hatten. Konzeptionell plädiert die AfD für eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. In ihrem Wahlprogramm heißt es dazu: "Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro." Fast 70 Prozent derjenigen, die sich an der Mitgliederbefragung zum Europawahlprogramm beteiligten, halten dieses Ziel für "sehr wichtig". Die AfD spricht sich für eine Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer Währungsverbünde aus. Mit diesen Forderungen unterscheidet sich die Partei markant von den etablierten Parteien im Deutschen Bundestag.

Die Partei tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten.Die AfD tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
PDF-Icon Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten. (© TUBS/bpb)
Insgesamt zielt die Kritik auf radikale Änderungen auch im institutionellen Gefüge der EU. So plädiert die AfD für eine drastische Verkleinerung der Kommission. Grundsätzlich setzt sich die AfD für die Stärkung des Europäischen Parlaments als der einzigen direkt gewählten EU-Institution ein. Andere nicht direkt gewählte EU-Institutionen wie der Ministerrat sollen dagegen an Macht verlieren. Einen Beitritt der Türkei zur EU lehnt die Partei ab.

Vorstandsmitglied Bernd Lucke, Professor für VWL an der Universität Hamburg, führt die AfD als Spitzenkandidat in die Europawahl. Er positioniert sich bereits seit Jahren als Euro-Kritiker. Die Mitglieder der AfD kommen zu einem Viertel aus anderen Parteien, vorwiegend aus der CDU und der FDP. In der Grundkritik am Management der Schulden- und Bankenkrise bündelt die AfD Parteianhänger aus allen Lagern.



 
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