Wer steht zur Wahl?

Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)

Parteiprofil


28.4.2014
Das Logo der NPD.Gründungsjahr Bundesverband
1964*
Mitgliederzahl in Deutschland
5.500*
Bundesvorsitz
Udo Pastörs*
Wahlergebnis 2009
-
Spitzenkandidat
Udo Voigt
*nach Angaben der Partei
Die "Nationaldemokratische Partei Deutschlands" (NPD) wurde 1964 gegründet. Bei der NPD handelt es sich um eine deutschnational orientierte, rechtsextreme Partei. Sie wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet und von diesem als "Gravitationsfeld des Rechtsextremismus" in Deutschland bezeichnet. Ein im Dezember 2013 auf Initiative des Bundesrates beim Bundesverfassungsgericht eingereichter Verbotsantrag soll klären, ob es sich bei der NPD um eine verfassungswidrige Partei handelt. Bei der Europawahl 2009 trat die Partei gemäß ihres 2004 geschlossenen "Deutschlandpaktes" mit der Deutschen Volksunion (DVU) nicht an. Die DVU erreichte bei der Europawahl 2009 0,4 Prozent der Stimmen. 2011 fusionierte die DVU mit der NPD. Spitzenkandidat für die Europawahl 2014 ist der ehemalige Parteivorsitzende Udo Voigt.

In ihrem Europawahlprogramm fordert die NPD den vollständigen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union, sollte diese sich nicht in "in einen Bund souveräner, eigenverantwortlicher Staaten" umwandeln. Sie strebt die Kooperation mit "wesensverwandten Bewegungen" in anderen Mitgliedstaaten an, um die "ethnokulturelle Identität der europäischen Völker" bewahren zu können. Die EU sei eine "Super-Bürokratie mit totalitären Tendenzen", die die Interessen Deutschlands untergrabe. Die NPD spricht sich für die sofortige "Rückabwicklung" des Europäischen Stabilitätsmechanismus und den Ausstieg aus allen EU-Rettungspaketen ("Schuldensozialismus") aus. Die Partei lehnt den Euro ab und spricht sich für eine "Volksabstimmung"
Die Partei tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten.Die NPD tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
PDF-Icon Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten. (© TUBS/bpb)
über den Verbleib in dieser "Zwangseinheitswährung" aus.

Um den "Massenzustrom" der "Millionenheere an Armutsflüchtlingen und Asylbewerbern" aus dem Ausland zu verhindern, müssen nach Ansicht der Partei unter anderem allgemeine Grenzkontrollen eingeführt werden. Die europäische Anwerbung von Fachkräften aus "Schwarzafrika zum Zweck der Gewinnung angeblicher ‚Fachkräfte‘" müsse umgehend gestoppt werden. Vielmehr solle die EU eine gemeinsame "Rohstoff- und Interessenpolitik" anstreben, die das Aufsuchen neuer "Erschließungsräume im Maghreb und übrigen Afrika sowie im größeren eurasischen Glacis" zum Ziel haben müsse.

Die NPD fordert die Einführung eines neuen Familienleitbildes, "das für jede Familie ein Ideal von drei einheimischen Kindern vorsieht."