Wer steht zur Wahl?

CDU

Christlich Demokratische Union Deutschlands

1.2.2011
Die "Christlich Demokratische Union" stellt mit Christoph Ahlhaus den derzeitigen Ersten Bürgermeister Hamburgs. Die Partei vereint liberale, konservative und christlich-soziale Strömungen.

Logo der CDULogo der CDU
Gründungsjahr Landesverband
1945*

Mitgliederzahl in Hamburg
9.500*

Landesvorsitz
Frank Schira*

                                           Wahlergebnis 2008
                                           42,6 Prozent

                                           *nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Dipl. Pol. Roland Willner, Universität Hamburg

Als sich 1945 die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) bundesweit gründete, wurde auch der Hamburger Landesverband ins Leben gerufen. Mit Christoph Ahlhaus stellt die CDU derzeit den Ersten Bürgermeister Hamburgs.

Nach mehr als 40 Jahren in der Opposition gelangte die CDU im Jahr 2001 in einer umstrittenen Koalition mit der Partei Rechtsstaatlicher Offensive und der FDP wieder an die Regierung. Aufgrund harter Auseinandersetzungen beendete der damalige Erste Bürgermeister Ole von Beust 2004 diese Koalition. In den darauffolgenden Bürgerschaftswahlen errang die CDU erstmals in der Geschichte die absolute Mehrheit in Hamburg. Nach der Wahl 2008 ging die CDU in Hamburg unter bundesweit großer Aufmerksamkeit eine Koalition mit der GAL ein. Das erste schwarz-grüne Bündnis auf Landesebene zerbrach am 28. November 2010.

Programmatisch ist die CDU Hamburg bis heute eng mit dem Leitbild der "wachsenden Stadt" verbunden. Das Konzept prägte 2001 erstmalig die politischen Debatten der Hansestadt und setzt auf eine Politik, die ein kontinuierliches Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum zum Ziel hat. Im aktuellen Wahlkampf distanziert sich die CDU mit dem zusätzlichen Slogan "Innovation statt Ideologie" vom einstigen grünen Koalitionspartner.

Die Christdemokraten fordern, den Industriestandort Hamburg zu stärken, den Mittelstand zu fördern, die Kriminalitätsbekämpfung voranzubringen und die städtische Infrastruktur zu erneuern. Konkret fordert die CDU den Bau der Stadtbahn und der südlichen Hafenquerspange sowie die Elbvertiefung. Generell betont die CDU die Notwendigkeit einer umfassenden Verwaltungsreform. Im Bildungsbereich sollen frühkindliche Bildungseinrichtungen ausgeweitet, die Universität grundsaniert und Schulreformen vorerst ausgesetzt werden. Im Hinblick auf die kommende Legislatur kündigt die CDU eine Überprüfung der umstrittenen Kitagebühren, der Kulturpolitik und der Streichung des Weihnachtsgeldes für Beamte an. Die Einführung einer Umweltzone oder City-Maut lehnt die CDU konsequent ab.