Wer steht zur Wahl?

RENTNER

Rentner-Partei-Deutschland

1.2.2011
Anders als ihr Name vermuten lässt, betrachtet sich die "Rentner-Partei-Deutschland" als eine Partei der gesellschaftlichen Mitte mit generationenübergreifendem Charakter.

Logo der RENTNER
Gründungsjahr Landesverband
2008*

Mitgliederzahl in Hamburg
60*

Landesvorsitz
Dieter Balck*

                                           Wahlergebnis 2008
                                           stand nicht zur Wahl

                                           *nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autorin: Naome Czisch

Die Partei RENTNER wurde 2002 gegründet und trat bereits zu Wahlen auf allen politischen Ebenen an. Eine für Mitte 2010 geplante Vereinigung mit der Rentnerinnen und Rentner Partei (RRP) fand auf den Bundesparteitagen der beiden Parteien keine Mehrheit.

Die RENTNER betrachten sich als eine Partei der gesellschaftlichen Mitte mit generationenübergreifendem Charakter ("für Jung und Alt"). Generell spricht sich die Partei für den Erhalt der gesetzlichen Solidarsysteme und einen starken Sozialstaat aus. Allgemeine Ziele sind Steuer- und Abgabeentlastungen, höhere Löhne sowie die Förderung des Forschungs- und Industriestandorts Deutschland. Zentralste Forderungen auf Bundesebene sind die Reformen von Renten-, Pflege- und Krankenversicherung, insbesondere die Abschaffung der Riesterrente.

Eine unabhängige Selbstverwaltung der Rentenversicherung soll eine versicherungsfremde Verwendung der Fonds verhindern. Ein Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde soll eingeführt, Zuzahlungen und Mehrwertsteuer bei Medikamenten und die Praxisgebühr abgeschafft werden. In der Bildungspolitik fordern die RENTNER ein einheitliches Bildungswesen und die Abschaffung der Studiengebühren.

Konkrete Programmpunkte für Hamburg sind unter anderem die Forderung nach mehr Polizei ("für die innere Sicherheit"), nach Frühförderung für alle Kinder im Vorschulalter sowie von "bezahlbarem Wohnungsbau". Die Stadtbahn wird als "Prestige-Projekt" abgelehnt. Subventionen für den Maisanbau sollen zugunsten eines bedarfsorientierten Getreideanbaus abgeschafft werden.