Wer steht zur Wahl?

4.9.2018 | Von:
Samuel Greef

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

SPD Hessen (Logo)Gründungsjahr Landesverband
1863*
Mitgliederzahl in Hessen
55.000*
Landesvorsitz
Thorsten Schäfer-Gumbel*
Wahlergebnis 2013
30,7 Prozent
*nach Angaben der Partei
Die "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" (SPD) trägt ihren Namen seit 1890. Zuvor bestand sie als "Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands" (SAP). Diese war 1875 aus der Fusion des 1863 gegründeten "Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins" (ADAV) mit der 1869 entstandenen "Sozialdemokratischen Arbeiterpartei" (SDAP) hervorgegangen. Beide zählten zum politischen Arm der organisierten Arbeiterbewegung. Mit Godesberger Programm von 1959 verabschiedete sich die SPD von ihren marxistischen Wurzeln und versteht sich heute als soziale und fortschrittliche Volkspartei.

In Hessen ist die SPD die mitgliederstärkste Partei. Das Selbstverständnis als Mitgliederpartei, das sich in einer Vielzahl von Ortsvereinen widerspiegelt, gehört zu ihren wesentlichen Merkmalen. Prägend ist auch die traditionelle Aufteilung in zwei Bezirke und einem dadurch eher schwachen Landesverband. Von 1946 bis 1987 sowie 1991 bis 1999 war die SPD an der hessischen Landesregierung beteiligt und stellte den Ministerpräsidenten. Thorsten Schäfer-Gümbel ist ihr Spitzenkandidat.

Das Wahlprogramm "Zukunft jetzt machen" stellt vier Themenfelder in den Vordergrund: 1. Ein jährlicher Neubau von mindestens 6.000 Wohnungen sowie mehr Mittel für den sozialen Wohnungsbau sollen für mehr bezahlbaren Wohnraum in Ballungsräumen sorgen. 2. Gleiche Bildungschancen und lebenslanges Lernen sollen allen Menschen offenstehen. Kitas und Krippen sollen gebührenfrei, sowie Ganztagsschulen und individuelle Förderung ausgebaut werden. Mehr Lehrer und mehr Ausbildungsplätze für Erzieher sollen die Bildungsqualität verbessern. Der Ausbau von Kitas zu Familienzentren soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen. Eine Ausbildungsgarantie und ein durchlässigeres Bildungssystem sollen jungen Menschen den Einstieg in den Beruf erleichtern. 3. Für gleiche Lebensbedingungen in Stadt und ländlichem Raum soll eine flächendeckende moderne Infrastruktur für Gesundheit, Bildung, Kultur und günstigen öffentlichen Nahverkehr entstehen. 4. Moderne Industrie, Verkehrsinfrastruktur und die Energiewende (mit dem Ziel einer 100%igen Bedarfsdeckung aus erneuerbaren Energien bis 2050) werden als Voraussetzung für Wirtschaftswachstum und sichere Arbeitsplätze identifiziert.


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