Wer steht zur Wahl?

4.9.2018 | Von:
Wolfgang Schroeder

Alternative für Deutschland (AfD)

Alternative für Deutschland LogoGründungsjahr Landesverband
2013*
Mitgliederzahl in Hessen
2.761*
Landesvorsitz
Robert Lambrou und Klaus Herrmann*
Wahlergebnis 2013
4,1 Prozent
*nach Angaben der Partei
Die "Alternative für Deutschland" (AfD) wurde 2013 von dem Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke geründet. Der hessische Landesverband der "Alternative für Deutschland (AfD)" entstand im Mai 2013 in Frankfurt am Main. Als sie 2013 erstmals an Bundes- und Landtagswahlen antrat und knapp an der 5%-Hürde scheiterte, profilierte sie sich hauptsächlich als euroskeptische Partei, die besonders die Eurorettung kritisierte.

Nicht zuletzt im Zuge eines Führungswechsels sind seit 2015 jedoch die Themen Zuwanderung, Asyl, Migration und Islam verstärkt in den Fokus der AfD gerückt. Auch gesellschaftspolitische Fragen spielen eine zunehmende Rolle. Bei den letzten Landtagswahlen 2013 erreichte die AfD 4,1 Prozent der Stimmen. Die AfD stellt sich laut wahlsoziologischen Studien als eine Koalition aus rechtspopulistischen, neoliberalen, konservativ-nationalen und rechtsextremen Positionen dar. In der Wählerschaft dominiert laut Umfragen das Motiv der Protestwahl. Politikwissenschaftlich wird sie meist als rechtspopulistisch eingeordnet.

Die AfD sieht sich in Opposition zu den "Altparteien". In ihrem Wahlprogramm setzt sie auf eine Politik, die dazu beitragen soll, die "deutsche Bevölkerung" zu fördern. Dazu sollen eine restriktive Ein- und Zuwanderungspolitik sowie eine scharfe Abgrenzung zum Islam beitragen. Die AfD will die staatliche Macht und familiäre Traditionen wieder stärken. Im Hinblick auf die ökologische Debatte sieht die AfD keinen "Grund für Alarmismus". Die Grundeigentumsbesitzer will sie entlasten, indem die Grunderwerbssteuer abgeschafft werden soll. Besonders kritisch geht die AfD mit den öffentlich-rechtlichen Medien ins Gericht. Sie fordert deshalb die Umgestaltung beziehungsweise Abschaffung des aus Abgaben finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehsystems. Um die Interessen der Bevölkerung stärker zu fördern, votiert sie für Volksabstimmungen.


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