Wer steht zur Wahl?

4.9.2018 | Von:
Jennifer Ten Elsen

Bündnis C – Christen für Deutschland (Bündnis C)

Bündnis C - Christen für Deutschland LogoGründungsjahr Landesverband
2016*
Mitgliederzahl in Hessen
95*
Landesvorsitz
Andrea Rehwald*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die Partei "Bündnis C – Christen für Deutschland" (Bündnis C) wurde im März 2015 durch die Fusion der Parteien "AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie" und der "Partei Bibeltreuer Christen" gegründet. Programmatisch orientiert sich das Bündnis C weitgehend an den Inhalten seiner christlich-fundamentalistischen Vorgängerorganisationen. Durch den Zusammenschluss der Parteien sollten die Erfolgschancen christlich orientierter Politik erhöht werden.

Bei den Landtagswahlen 2016 in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern blieb die Partei allerdings hinter den addierten Ergebnissen ihrer beiden Vorgängerparteien zurück. Der Landesverband Hessen wurde 2016 gegründet und tritt damit zum ersten Mal bei einer hessischen Landtagswahl an. Das Bündnis setzt sich für christlich-konservative Positionen in der Familien-, Bildungs-, Sozial- und Außenpolitik ein. Die Partei bekennt sich zum Grundgesetz und dessen Prinzipien, vertritt die Trennung von Kirche und Staat, betont aber, dass "Politik niemals weltanschaulich neutral sein kann".

Inhaltlich positioniert sich die Partei gegen Abtreibungen und Gender Mainstreaming, zudem fordert sie die Einführung eines Erziehungsgehaltes für jedes Kind bis zum 16. Lebensjahr. Darüber hinaus versteht das Bündnis C die Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau als Fundament "für eine von Gott gesegnete Familie und für die Erziehung der Kinder". Die Einführung eines rein steuerfinanzierten "bedingten Grundeinkommens", das die bisherigen Sozialsysteme langfristig vollständig ablösen soll, "ohne den Einzelnen aus seiner Eigenverantwortung zu entlassen", wird angestrebt. Das Bündnis C setzt sich für die Förderung christlicher Konfessionsschulen ein und erhofft sich durch "einen echten Wettbewerb der Betreuungs- und Bildungskonzepte" weniger Einfluss des Staates. Bündnis C tritt für Jerusalem "als ungeteilte Hauptstadt Israels ein und widersetzt sich allen Bestrebungen, die Juden aus ihrem Land zu vertreiben oder ihr Land weiter aufzuteilen".


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