Wer steht zur Wahl?

4.9.2018 | Von:
Lukas Heller

Liberal-Konservative Reformer – Die EURO-Kritiker (LKR)

Liberal-Konservative Reformer (Logo)Gründungsjahr Landesverband
2015*
Mitgliederzahl in Hessen
ca. 130*
Landesvorsitz
Thomas Preinl*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die Partei "Liberal-Konservative Reformer - Die EURO-Kritiker" (LKR) wurde im Juli 2015 von Bernd Lucke zunächst unter dem Namen "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (ALFA) gegründet. Die Umbenennung erfolgte 2016 aufgrund eines Rechtsstreits um den Parteinamen. Derzeit stellt die Partei neben einem Abgeordneten in der Bremischen Bürgerschaft fünf Abgeordnete im Europäischen Parlament, die zuvor für die AfD tätig waren. Der hessische Landesverband konstituierte sich im November 2015.

Die Partei bezeichnet sich selbst als eurokritisch und fordert aufgrund von "Bürokratie, Zentralismus und Dirigismus" der EU ein Europa "souveräner Staaten". Die LKR tritt für direktdemokratische Verfahren nach schweizerischem Vorbild ein, da sie den Rechtsstaat und die Demokratie durch Missachtung von Gesetzen und Verträgen durch die Regierenden gefährdet sehen. Im Bereich der Asyl- und Flüchtlingspolitik plädieren die LKR für die Einhaltung des geltenden Rechts und für eine "atmende Obergrenze", nach der die Kommunen anhand ihrer Integrationskraft selbst entscheiden, wie viele Schutzbedürftige sie aufnehmen. Darüber hinaus spricht sich die Partei für eine soziale Marktwirtschaft, eine stärkere Förderung von Forschung und Innovation sowie für ein vereinfachtes Steuer- und Sozialversicherungssystem aus.

In den für die Landespolitik relevanten Bereichen setzten sich die LKR für eine personell und materiell bessere Ausstattung der Polizei ein. Hierzu fordern sie die Aufstockung von Ausbildungsplätzen und eine finanzielle Unterstützung der Länder durch den Bund. In der Bildungspolitik setzt die Partei auf das Leistungsprinzip und plädiert unter anderem für eine Stärkung des dreigliedrigen Schulsystems, eine Vorschulpflicht und den Ausbau von Förderschulen. Für Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, soll es ein Betreuungsgeld geben. Der ländliche Raum soll durch den Ausbau schnellen und freien Internets gestärkt werden.


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