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Wer steht zur Wahl?

4.9.2018 | Von:
Benedikt Schreiter

PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei)

Tierschutzpartei LogoGründungsjahr Landesverband
1995*
Mitgliederzahl in Hessen
160*
Landesvorsitz
Louise Zaske, Stefan Kolodziej, Edgar Stolzenberger*
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ" (Tierschutzpartei) wurde 1993 in Bonn gegründet und bezeichnet sich als erste Tierschutzpartei weltweit. Die drei Bestandteile ihres Namens versteht die Partei als "untrennbare Einheit". Programmatisch rückt die Partei die Belange der Tiere ins Zentrum, obgleich sie einen ganzheitlichen Anspruch vertritt, in dem Mensch, Tier und Natur in Einklang miteinander stehen.

Die Tierschutzpartei ist in jedem Bundesland aktiv. Während sich in Sachsen-Anhalt (2013: Tierschutzallianz) und Nordrhein-Westfalen (2017: TIERSCHUTZliste) Abspaltungen vollzogen, wird die Partei in Hessen durch den 1995 gegründeten Landesverband vertreten, der entsprechend des Mitgliederanteils der viertgrößte ist. Bisher errang die Tierschutzpartei weder Mandate in den Landesparlamenten noch im Deutschen Bundestag, sie konnte aber 2014 ein Mandat im Europäischen Parlament erzielen.

In der Reihenfolge Tier, Umwelt, Mensch bilden diese die drei Schwerpunkte des Wahlprogramms. Beim ersten Schwerpunkt (Tier) will die Partei etwa unveräußerliche Grundrechte für Tiere – wie das Recht auf Leben und Unversehrtheit – gesetzlich verankern, Massentierhaltung abschaffen und Tierversuche beenden. Zum zweiten Schwerpunkt (Umwelt) gehören beispielsweise Forderungen nach einer "bioveganen" Landwirtschaft, ein verbesserter Boden- und Grundwasserschutz, das Verbot von Herbiziden und Pestiziden sowie die Förderung erneuerbarer Energien und des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs. Darüber hinaus will die Tierschutzpartei auf Autobahnen ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern einführen und mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagern. Zu den Kernforderungen des dritten Schwerpunkts (Mensch) gehören die verpflichtenden Schulfächer Ethik und Ernährungsunterricht, mehr Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter, ein besserer Personalschlüssel in Kranken- und Altenpflege sowie mehr bezahlbarer Wohnraum.


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