Wer steht zur Wahl?

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)


24.4.2017
Parteilogo NRW CDU Gründungsjahr Landesverband
1986*
Mitgliederzahl in NRW
130.000*
Landesvorsitz
Armin Laschet*
Wahlergebnis 2012
26,3 %

*nach Angaben der Partei
Die "Christlich Demokratische Union" (CDU) vereint als "bürgerliche Volkspartei" liberale, konservative und christlich-soziale Strömungen. Die 1945 erfolgte dezentrale Gründung in Nordrhein-Westfalen führte zunächst zur Bildung der beiden unabhängigen Landesverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Erst mit der Gründung des gemeinsamen Landesverbands 1986 wurde die Union zu einer echten Landespartei in Nordrhein-Westfalen. Die CDU war mit einer Unterbrechung zwischen 1946 und 1966 und zuletzt von 2005 bis 2010 an der Landesregierung beteiligt und stellte dabei den Ministerpräsidenten.

In ihrem Grundsatzprogramm von 2015 bekennt sich die nordrhein-westfälische CDU zum christlichen Menschenbild als Ausgangs- und Orientierungspunkt christdemokratischer Politik. Hauptaufgabe des Staates ist es, jedem Menschen die freiheitliche Entfaltung gemäß seinen persönlichen Fähigkeiten zu ermöglichen. Ein sowohl Rechte als auch Pflichten umfassendes Freiheitsverständnis begründen das oberste Prinzip des christdemokratischen Demokratieverständnisses. Hinzu treten Gerechtigkeit und Solidarität als weitere Grundwerte der Partei.

In ihrem Landtagswahlprogramm 2017 setzt die Partei auf drei Schwerpunktthemen: Innere Sicherheit, Wirtschaftspolitik und Bildungspolitik. Im Feld Innere Sicherheit betont sie die Sicherheit als Bürgerrecht und setzt auf die Stärkung der Polizei, die Verbesserung ihrer Ausrüstung sowie auf die Bereitstellung neuer Instrumente für die Polizeiarbeit. Hinzu kommen Vorschläge zur verbesserten Extremismus- und Terrorismusbekämpfung. In der Wirtschaftspolitik betont die CDU das Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft. Vorgeschlagene Instrumente umfassen Maßnahmen zum Bürokratieabbau und zur Stärkung von Mittelstand, Industrie und Handwerk. Sie betont die Chancen der Digitalisierung, fordert Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur und setzt auf Haushaltskonsolidierung und die Aufnahme einer Schuldenbremse in die Landesverfassung. In der Bildungspolitik betont die CDU den Wert von Familien für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit Blick auf die Schulpolitik befürwortet sie u.a. den Erhalt eines gegliederten Schulsystems und den Fortbestand von Förderschulen. Hochschulpolitisch fordert sie eine Stärkung der Wissenschaftsfreiheit und einen verbesserten Wissenstransfer zwischen Forschung und Wirtschaft.



 

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