Wer steht zur Wahl?

DIE REPUBLIKANER (REP)


24.4.2017
Parteilogo NRW REP Gründungsjahr Landesverband
1986*
Mitgliederzahl in NRW
ca. 1.100*
Landesvorsitz
Andre Maniera *
Wahlergebnis 2012
nicht angetreten

*nach Angaben der Partei
Die Partei "DIE REPUBLIKANER" (REP) wurde 1983 von ehemaligen CSU-Mitgliedern in München gegründet. In den 1990er-Jahren machte die Partei vor allem durch ihre abwehrende Haltung zur Zuwanderung und zur multikulturellen "Durchmischung" als Kern ihrer Programmatik auf sich aufmerksam. Dies zeichnete sich vor allem durch den Standpunkt aus, Ausländer sollten sich "assimilieren oder das Land verlassen". In den 1980er- und 1990er-Jahren gelang der Partei der Einzug in die Landesparlamente von Berlin und Baden-Württemberg sowie in das Europäische Parlament. Seit 2002 tritt die Partei gemäßigter auf und ist mittlerweile als semi-demokratische bzw. semi-extremistische rechte Flügelpartei einzustufen. Noch bis zum Verfassungsschutzbericht 2006 wurde die REP als Partei mit "rechtsextremistischen Kräften" eingeordnet.

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen gilt hinsichtlich der Anzahl der Kreisverbände als einer der aktivsten Landesverbände. Mit dem Slogan "Wir machen Politik für unser Volk" hat der Landesverband in seinem Kurzprogramm zur Landtagswahl 2017 elf Kernpunkte formuliert. Neben einer Aufstockung der Anzahl der Polizeibeamten zur Kriminalitätsbekämpfung, der Schaffung von mehr Kita-Plätzen sowie der Forderung nach einem wirtschaftlichen Rettungsschirm für das Ruhrgebiet, positioniert sich die REP in Nordrhein-Westfalen gegen die Flüchtlings- und Asylpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter dem Slogan "Sozial ohne Rot zu werden" kritisiert sie die finanziellen Aufwendungen für Flüchtlinge in Deutschland und fordert, dass die eigene Bevölkerung wieder mehr in den Mittelpunkt rücken müsse. Ein Wahlrecht für Ausländer lehnt die Partei grundsätzlich ab, abgelehnte und straffällige Asylanten und Asylbewerber sollen konsequent abgeschoben werden. Die Partei begründet dies damit, dass die Einwanderung in das Sozialsystem den Sozialstaat "sprenge" und dies eine "ungerechte Diskriminierung der Arbeitnehmer, die dieses aufrechterhalten", darstelle.



 

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