REP
DIE REPUBLIKANER
1.2.2011
Die "Republikaner" verstehen sich selbst als "rechtskonservative" Partei. Sie fordern ein Verbot von Minaretten und den Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union.
Gründungsjahr Landesverband
1987*
Mitgliederzahl in Rheinland-Pfalz
500*
Landesvorsitz
Stephan Stritter*
Wahlergebnis 2006
1,7 Prozent
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Prof. (Vertretung) Dr. Steffen Kailitz, Universität Erfurt
"Die Republikaner" (REP) verstehen sich selbst als rechtskonservative Partei. Eine Zusammenarbeit mit den rechtsextremen Parteien "Deutsche Volksunion" (DVU) und "Nationaldemokratische Partei Deutschlands" (NPD) lehnt die Parteispitze um Rolf Schlierer ab. Allerdings ist dieser Kurs innerparteilich umstritten.
Die Partei bekennt sich im Unterschied zur NPD zum Grundgesetz. Die Kernforderung der REP lautet: "Bewahrung der deutschen Heimat, keine multikulturelle Gesellschaft, kein Vielvölkerstaat" (Bundespartei-Programm, Stand 12.06.2002). Für Ausländer gibt es nach Ansicht der REP nur zwei Alternativen: Assimilierung oder Ausweisung.
Das Grundrecht auf Asyl wollen die REP abschaffen. Die Ablehnung der Zuwanderung wurzelt in dem Wunsch nach einer ethnisch homogenen Gemeinschaft. Die REP fordern sozialpolitisch eine eindeutige Differenzierung zwischen Leistungen für Deutsch und Nicht-Deutsche, wie z.B. die "Zurückweisung von Ausländern, die von vornherein sozialhilfebedürftig wären".
Das Gebiet der neuen Bundesländer bezeichnen die REP als "Mitteldeutschland" und beziehen sich damit auf ein Deutschlandbild in den Grenzen des Deutschen Reiches. Sie bestreiten noch immer die Rechtmäßigkeit der Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze durch die deutsche Regierung im Rahmen des Zwei-Plus-Vier-Vertrags.
Wirtschaftspolitisch stehen die REP für Protektionismus. Sie wollen "Schutzzölle gegen unlautere Konkurrenz" und einen "Schutz deutscher Unternehmen vor feindlichen Übernahmen aus dem Ausland". Daher will die Partei auch "raus aus dieser EU" (Wahlslogan bei der Europawahl 2009) und stattdessen einen Bund souveräner Nationalstaaten.
Mit Blick auf die spezifische rheinland-pfälzische Landespolitik setzt sich der Landesverband der REP derzeit stark für ein "gesetzliches Verbot des islamischen Ganzkörperschleiers" für den gesamten öffentlichen Raum ein. Ausbildungs- und Arbeitsplätze sollten zuerst an Deutsche vergeben werden und eine multikulturelle Gesellschaft sollte verhindert werden. Familienpolitisch wenden sich die Republikaner vor allem gegen eine rechtliche Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften.
weitere Inhalte:
- Allerlei Familienbande
- Freiheitsrechte - grenzenlos?
- Gesundheitspolitik - Ende der Solidarität?
- Grundrechte - Mädchen und Jungen sind gleichberechtigt
- Grundrechte: Grundsätzlich gemeinsam, friedlich und gerecht
- Grundrechte: Meine Freiheit, deine Freiheit
- Grundwissen Wirtschaft: Super-, Floh- und andere Märkte
- Nachhaltige Entwicklung
- Sport und (Welt-) Politik
- Stichwort Antisemitismus

