Wer steht zur Wahl?

17.2.2016 | Von:
Carl Berning

DER DRITTE WEG (III. Weg)

Der III. Weg (Der III. Weg) Rheinland-PfalzGründungsjahr Landesverband
2013*
Mitgliederzahl in Rheinland-Pfalz
350*
Landesvorsitz
Klaus Armstroff*
Wahlergebnis 2011
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die Partei "DER DRITTE WEG" (III. Weg) wurde am 28.September 2013 in Heidelberg gegründet. Der heutige Parteisitz ist das rheinland-pfälzische Weidenthal. Sie setzt sich unter anderem aus ehemaligen Mitgliedern der "Nationaldemokratischen Partei Deutschlands" (NPD) und der verbotenen rechtsextremen Organisation "Freies Netz Süd" (FNS) zusammen. Der III. Weg wird von den Verfassungsschutzbehörden beobachtet. In seinem Bericht für 2014 bescheinigt der rheinland-pfälzische Verfassungsschutz der Partei eine "stringente Ideenverbindung zur Weltanschauung der Nationalsozialisten", die "vor allem durch die offenkundig von ihr vertretene Vorstellung einer am Rassegedanken ausgerichteten Volksgemeinschaft" zu erkennen ist. Die Partei solidarisiert sich mit rechtsextremen Organisationen und Parteien aus dem Ausland, zum Beispiel mit der griechischen Partei "Goldene Morgenröte".

Der III. Weg tritt in ganz Rheinland-Pfalz mit einer Landesliste an.Der III. Weg tritt in ganz Rheinland-Pfalz mit einer Landesliste an.
Bisher war sie vor allem auf kommunaler Ebene aktiv. Der organisatorische Schwerpunkt der Partei liegt in Rheinland-Pfalz und Bayern. In Rheinland-Pfalz nahm der III. Weg an der Kreistagswahl 2014 in Bad Dürkheim teil und erhielt dort 0,5 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Das Wahlprogramm besteht aus einem 10-Punkte-Plan. Mit Blick auf Asyl- und Einwanderungsfragen spricht sich der III. Weg für die Ausweisung von erwerbslosen Ausländern aus und sieht die nationale Identität durch Überfremdung und Asylmissbrauch bedroht. Die Partei setzt sich für einen "Deutschen Sozialismus" ein und proklamiert die Verstaatlichung von Industrie und Gewerbe. Der III. Weg hat sich den Austritt aus der NATO und der Europäischen Union zum Ziel gesetzt. Die Partei will kinderreiche Familien fördern und fordert die Einführung der Todesstrafe für die Ermordung eines Kindes. Der III. Weg beabsichtigt außerdem die "friedliche Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen völkerrechtlichen Grenzen" und stellt damit die nationalstaatlichen Grenzen der Bundesrepublik in Frage.


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