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Alternative für Deutschland (AfD)


17.2.2016
Alternative für Deutschland (AfD) Rheinland-PfalzGründungsjahr Landesverband
2013*
Mitgliederzahl in Rheinland-Pfalz
1.200*
Landesvorsitz
Uwe Junge*
Wahlergebnis 2011
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "Alternative für Deutschland" (AfD) wurde 2013 gegründet und richtete sich zunächst fast ausschließlich gegen die Euro-Rettungspolitik. Nachdem sie bei der Bundestagswahl 2013 nur knapp an der Fünfprozenthürde scheiterte entbrannte ein innerparteilicher Streit zwischen den liberal- und nationalkonservativen Flügeln über die Position der Partei zum Thema Zuwanderung und Islam, über die Haltung gegenüber "Pegida" sowie über den Führungsanspruch des Parteimitbegründers und Kopf des liberalkonservativen Flügels Bernd Lucke. Trotzdem war die AfD bei den Wahlen 2014 und 2015 erfolgreich und ist aktuell im Europäischen Parlament sowie in fünf Landtagen vertreten. Im Juli 2015 kam es schließlich zur Spaltung: Lucke konnte bei der Wahl zum "Ersten Sprecher" der Partei keine Mehrheit erreichen, trat aus der Partei aus und gründete zusammen mit einigen führenden Anhängern die "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (ALFA). In der Folge verlor die AfD insgesamt etwa 10% ihrer Mitglieder. Der Führungsstreit ist dennoch nicht beendet, da prominente und teils mit der "Neuen Rechten" vernetzte Funktionäre eine weitere Radikalisierung der AfD fordern. In der Forschung wird die AfD inzwischen mehrheitlich als "rechtspopulistisch" eingeordnet.

Die AfD tritt in ganz Rheinland-Pfalz mit einer Landesliste an.Die AfD tritt in ganz Rheinland-Pfalz mit einer Landesliste an. Lizenz: cc by-sa/3.0/de (Xander Dorn/bpb)
Der Landesverband der AfD in Rheinland-Pfalz gründete sich zwei Monate nach der Bundespartei im April 2013. Spitzenkandidat zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist Uwe Junge. Das Wahlprogramm ist insgesamt zurückhaltend formuliert und lehnt sich inhaltlich an das Bundesprogramm zur Europawahl 2014 an. Darin fordert die Partei eine Stärkung direktdemokratischer Elemente, den Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems, eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der Infrastruktur im ländlichen Raum, eine effizientere Verwaltung sowie einen restriktiveren Einsatz staatlicher Fördermittel. In der aktuellen Flüchtlingsdebatten bejaht die AfD ihrem Wahlprogramm zufolge das Recht auf Asyl, spricht sich aber auch für die rasche Abschiebung abgelehnter, krimineller und extremistischer Asylbewerber aus. In der Familienpolitik folgt die AfD dem Leitbild der traditionellen Familie und spricht sich gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare aus.



 

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