Wer steht zur Wahl?

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)


2.3.2017
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) Gründungsjahr Landesverband
1903 / 1863*
Mitgliederzahl im Saarland
18.131*
Landesvorsitz
Heiko Maas*
Wahlergebnis 2012
30,6 %
*nach Angaben der Partei
Die "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" (SPD), deren Geschichte bis ins Jahr 1863 zurückreicht, hat auch im Saarland eine lange Tradition. Sie tat sich hier jedoch lange Zeit schwer, weil große Teile der katholischen Wählerschaft ihre Stimme den katholischen und christdemokratischen Parteien gaben. Erst mit der fortschreitenden Erosion der katholischen Milieus erzielte die SPD Erfolge. 1980 wurde sie bei einer Landtagswahl erstmals stärkste Kraft. Mit Oskar Lafontaine als Spitzenkandidat holte sie 1985 die absolute Mehrheit, die sie 1990 und 1994 verteidigte. Nach dem Wechsel Lafontaines in die Bundesregierung und seinem plötzlichen Rücktritt verlor die SPD 1999 die Macht im Saarland. Nach einer deutlichen Wahlniederlage 2004 scheiterte sie 2009 mit dem Versuch, mit DIE LINKE und den GRÜNEN eine Regierung zu bilden. Die GRÜNEN entschieden sich für ein Bündnis mit CDU und FDP. Nach der Aufkündigung dieser Koalition und anschließenden Neuwahlen trat die SPD als Juniorpartner der CDU im Jahr 2012 in die Landesregierung ein.

Die Partei tritt mit einer Landesliste und drei Wahlkreislisten im ganzen Saarland an. Eine Aufstellung aller zugelassenen Kreis- und Landeswahlvorschläge finden Sie auf saarland.de.Die Partei tritt mit einer Landesliste und drei Wahlkreislisten im ganzen Saarland an. Eine Aufstellung aller zugelassenen Kreis- und Landeswahlvorschläge finden Sie auf saarland.de.
Die SPD verweist im Wahlkampf auf ihre Arbeit in der schwarz-roten Regierung, vor allem auf den Ausbau der Ganztagsbetreuung und die Aufstockung der Lehrerstellen. Gerade in der Bildungspolitik setzen sich die SPD und ihre Spitzenkandidatin Anke Rehlinger jedoch auch vom bisherigen Koalitionspartner CDU ab. So will die SPD die Kita-Gebühren schrittweise abschaffen und es Gymnasien ermöglichen, zum neunjährigen Abitur zurückzukehren. Eltern sollen außerdem einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für ihr Kind erhalten. Dies soll Bestandteil eines "Jahrzehnts der Investitionen" sein, von dem auch die Hochschulen, die Straßen und der Breitband-Ausbau profitieren sollen. Ob die SPD dies weiterhin mit der CDU umsetzen möchte oder ein Bündnis mit Linken und Grünen anstrebt, lässt Anke Rehlinger im Wahlkampf offen. Die SPD will außerdem die Einstellungszahlen bei der Polizei erhöhen. In der Arbeitsmarktpolitik macht sich die SPD dafür stark, prekäre Beschäftigungsverhältnisse zurückzudrängen. Zudem distanziert sie sich von der auf Bundesebene beschlossenen Reduzierung des Rentenniveaus. Die SPD bekennt sich zum Industriestandort und will die Kraftwerksstandorte sichern, gleichzeitig sollen die erneuerbaren Energien ausgebaut werden.



 

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