Wer steht zur Wahl?

DIE LINKE (DIE LINKE)


2.3.2017
DIE LINKE (DIE LINKE) Gründungsjahr Landesverband
1990 (2007)
Mitgliederzahl im Saarland
2.400*
Landesvorsitz
Astrid Schramm (Mitglied des Landtags)*
Wahlergebnis 2012
16,1 %
*nach Angaben der Partei
DIE LINKE (DIE LINKE) wurde im Jahr 2007 als Zusammenschluss der ostdeutschen Regionalpartei PDS und der in Westdeutschland aus Protest gegen die Agenda 2010 entstandenen WASG gegründet. Der Zusammenschluss dieser Gruppierungen ist aufs engste mit dem Namen Oskar Lafontaine verbunden, der 1999 als SPD-Bundesvorsitzender und Bundesfinanzminister zurückgetreten war und sich anschließend als Kritiker der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik der rot-grünen Bundesregierung profiliert hatte. Lafontaine verließ 2005 die SPD und arbeitete fortan am Entstehen einer neuen gesamtdeutschen Linkspartei. Als ehemaliger Saarbrücker Oberbürgermeister (1976-1985) und Ministerpräsident (1985-1998) erhält Lafontaine im Saarland nach wie vor großen Zuspruch, was sich auch in den Wahlergebnissen der Partei DIE LINKE im Saarland ausdrückt: Bei der Landtagswahl 2009 erreichte DIE LINKE aus dem Stand 21,3 Prozent, 2012 noch 16,2 Prozent.

Die Partei tritt mit einer Landesliste und drei Wahlkreislisten im ganzen Saarland an. Eine Aufstellung aller zugelassenen Kreis- und Landeswahlvorschläge finden Sie auf saarland.de.Die Partei tritt mit einer Landesliste und drei Wahlkreislisten im ganzen Saarland an. Eine Aufstellung aller zugelassenen Kreis- und Landeswahlvorschläge finden Sie auf saarland.de.
DIE LINKE strebt eine Regierungsbeteiligung an. Nach Ansicht von Spitzenkandidat Oskar Lafontaine gibt es mit der SPD auf landespolitischer Ebene viele Gemeinsamkeiten. Der Wahlkampf der Partei ist stark auf Lafontaine zugeschnitten, der allerdings selbst kein Minister werden will. Auch inhaltlich wird sein Einfluss deutlich. So beklagt DIE LINKE eine "Zerstörung der Naturlandschaft" durch den Ausbau der Windkraft. Zudem hat Lafontaine immer wieder eine Begrenzung des Flüchtlingszuzugs gefordert. Ein zentrales Thema der Partei ist überdies, Beschäftigte stärker an ihren Unternehmen zu beteiligen. DIE LINKE hält den durch die Schuldenbremse erzwungenen Sparkurs für falsch, da er zulasten der Investitionen und der Funktionsfähigkeit des Staates gehe, beispielsweise bei Polizei, Hochschulen oder Steuerverwaltung. DIE LINKE hält einen grundsätzlichen Politikwechsel mit höheren Steuern auf hohe Einkommen, Vermögen und Erbschaften für erforderlich. In diesem Kontext fordert sie auch die Abschaffung von Hartz IV und höhere Renten. Weiterhin macht sich DIE LINKE für mehr Lehrer und Erzieher, kostenfreie Kitaplätze, eine Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 an Gymnasien, mehr gebundene Ganztagsschulen sowie langfristig "eine Schule für alle" stark.



 

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