Wer steht zur Wahl?

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)


2.3.2017
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE) Gründungsjahr Landesverband
1979*
Mitgliederzahl im Saarland
1.390*
Landesvorsitz
Hubert Ulrich*
Wahlergebnis 2012
5,0 %
*nach Angaben der Partei
"BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN" (GRÜNE) entstand aus der Umwelt- und Friedensbewegung, im Saarland im Jahr 1979. Allerdings schneidet die Partei im Saarland traditionell schlechter ab als bundesweit, was unter anderem auf die industriell und katholisch geprägte Sozialstruktur zurückgeführt wird. Während die GRÜNEN bereits 1983 im Bundestag saßen, mussten sie auf ihre ersten Landtagsmandate im Saarland bis 1994 warten. Ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl im Saarland erzielten die GRÜNEN 2009 mit 5,9 Prozent. Innerparteilich ist der Landesverband seit Anfang der 1990er-Jahre dem Realo-Flügel zuzurechnen. Seither führt – mit einer kurzen Unterbrechung – Hubert Ulrich die Landespartei. Ulrich führte die GRÜNEN 2009 auch in die bundesweit erste Jamaika-Koalition mit CDU und FDP. Damals hätte auch die Möglichkeit bestanden, mit SPD und DIE LINKE ein Regierungsbündnis zu bilden. 2012 gelang der Partei mit 5,0 Prozent ganz knapp der Einzug in den Landtag.

Die Partei tritt mit einer Landesliste und drei Wahlkreislisten im ganzen Saarland an. Eine Aufstellung aller zugelassenen Kreis- und Landeswahlvorschläge finden Sie auf saarland.de.Die Partei tritt mit einer Landesliste und drei Wahlkreislisten im ganzen Saarland an. Eine Aufstellung aller zugelassenen Kreis- und Landeswahlvorschläge finden Sie auf saarland.de.
Oberstes Wahlziel der GRÜNEN ist der Sprung über die Fünfprozenthürde. Dazu wird die Partei nach eigener Einschätzung ihre absolute Stimmenzahl von 2012 steigern müssen, da nach den Erfahrungen anderer Bundesländer diesmal eine höhere Wahlbeteiligung erwartet wird. Im Wahlkampf setzen die GRÜNEN vor allem auf die Themen, Umwelt, Energie, Bildung und Hochschulen. Zum einen warnen die GRÜNEN vor einem Anstieg des Grubenwassers in den ehemaligen Bergwerksschächten, weil dadurch das Trinkwasser verunreinigt werden könne. Zum anderen wollen sich die GRÜNEN für eine einkommensabhängige Staffelung der Kita-Gebühren, mehr Lehrer und kleinere Klassen sowie mehr gebundene Ganztagsschulen einsetzen. Der Sparkurs an den Hochschulen soll sofort gestoppt werden. Die GRÜNEN machen sich außerdem für eine schnelle Abschaltung des grenznahen französischen Atomkraftwerks Cattenom, eine Forcierung des Ausbaus erneuerbarer Energien wie der Windkraft sowie einen attraktiveren ÖPNV stark. Direktdemokratische Elemente sollen ausgebaut werden. Auf einen Koalitionspartner wollen sich die GRÜNEN vor der Wahl nicht festlegen, sie signalisieren grundsätzliche Offenheit gegenüber SPD, DIE LINKE, CDU und FDP.



 

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